Helifliegen üben

So fängt man mit dem Fliegen üben an – und weitere Tips zu den Einstellungen.

Denken Sie auch über einen guten Simulator nach.

Einen Modellhubschrauber (vernünftig) zu fliegen gehört ohne Zweifel zur Krönung des Modellflugsports. Am einfachsten ist das sog. „Heckschweben“, damit fängt alles an. Wenn man das einigermaßen im Griff hat, beginnt man mit dem Seitenschweben, und danach mit dem Nasenschweben. Letzteres kann schon als rel. schwierig eingestuft werden. Wenn das Schweben in jeder Position klappt, sollte man Pioretten üben. Hierbei bleibt der Heli möglichst genau an einem Punkt in der Schwebe, wobei sich ständig das Heck um die Hochachse des Helis dreht. Dabei sollte – wie schon gesagt – der Heli seine absolute Position möglichst wenig ändern. Diese Übung sollte man in beiden Drehrichtungen beherschen. Erst danach sollte man mit Rundflügen und weiteren Übungen beginnen.

Looping und Rückenschweben / Rückenfliegen – sieht einfach aus, ist aber nicht sooooo einfach. Kann man aber lernen. Gerne zeige ich Ihnen sowas mal hier bei uns.

Übrigens; wie fest werden die Hauptrotorblätter (gilt auch für die Heckblätter) angezogen ? Die Rotorblätter werden wie folgt befestigt; nur so weit festdrehen, das wenn ein Blatt in Richtung Heck, und eines nach vorne zeigt, und der Heli dann von Hand ganz auf die Seit gelegt wird (also 90 Grad kippen) dann sollen die Blätter auch mit wegknicken. Die Heckblätter dürfen auch etwas fester eingespannt sein. Ganz fest dürfen die Blätter nicht angezogen sein. Hintergrund (gilt für Heck und Hauptblätter); während der Drehungen „schwenken“ die Blätter geringfügig hin und her. Dies muss so sein und wird „Schwenkgelenk“ genannt. Sind die Blätter zu fest (speziell bei den Hauptblättern gilt das) können sich starke Vibrationen einstellen.

Siehe auch „so funktioniert ein Modellhubschrauber„.

Funktionsweise Heli

Funktionsweise – so funktioniert ein (Modell)Hubschrauber. Hubschrauber – phantastische Fluggeräte mit drehenden Teilen und Gestängen. Seit der Einführung des (Groß) Hubschraubers zu Beginn des 19ten Jahrhunderts wurden große Anstrengungen unternommen, um die Technik weiterzuentwickeln, wobei das Hauptrotorsystem den größten Anteil daran nahm. Bereits um 1960 gab es erste Modellhubschrauber, die sich jedoch kaum als ernsthaft flugfähig und schon gar nicht praxistauglich erwiesen. Die Konstrukteure lehnten sich zu sehr an die Technik des Großhubschraubers, ohne zu verstehen, das man dieses System nicht ohne weiteres auf einen Modellhubschrauber übertragen kann.

Obwohl der Hauptrotor wie ein großer Propeller aussieht, arbeitet er doch anders. Mittels einer Steuerung besitzt er die Fähigkeit, durch zyklisches ändern des Anstellwinkels der Rotorblätter die Hubkraft einseitig zu verschieben. Somit ist er in der Lage, den gesamten Hubschrauber zu neigen, so das sich dieser in diese Richtung fortbewegt. D. h. mittels dieser Steuerung wird zyklisch, also mit jeder Umdrehung wiederkehrend, der Anstellwinkel eines jeden Rotorblattes geändert, womit sich die beschriebene Neigung in eine Richtung ergibt. Diese Rotorblätter wiederum sind gelenkig an der Rotornabe befestigt, damit Sie auf- und abwärts schlagen können (Schlaggelenke) sowie vor und zurück schwenken können (Schwenkgelenke). Beide Gelenke sind wichtig, damit das Rotorblatt auf die wechselnden aerodynamischen, mechanischen, und gyroskopischen Kräfte reagieren kann. Ohne diese Gelenke würden sich die Rotorblätter instabil verhalten, und müßten stärker und schwerer gebaut werden, um den Flugbelastungen standzuhalten.

In den Jahren um 1970 entwickelten Modellflieger – allen voran Dieter Schlüter – die ersten brauchbaren Modellhelis. Bis heute arbeiten die meißten Modellhelis nach dem gleichen Grundprinzip, nämlich mit einem zusätzlichem Hilfrotor der eine wesentliche Stabilisierung der Rotorkreisebene vornimmt.

Wirkt eine Kraft auf die Achse eines Kreisels ein, so wird diese 90 Grad voraus in Drehrichtung wirksam. Da der Kreisel (= Rotor) sich dreht, versucht er zwar sich in die gleiche Richtung zu neigen wie die einwirkende Kraft es vermuten ließe, aber die Drehbewegung trägt die Kippkraft mit sich fort. Somit ist das max. Kippen oder Neigen (Roll und Nick) deshalb 90 Grad voraus in Drehrichtung. Sicher wurde schon oft der Efekt bemerkt, das sich die Rotorkreisebene bei stehendem Heli aber drehendem Rotor (auf dem Boden) bei einer Nickbewegung nicht genau in diese Richtung neigt, sondern eben 90 Grad in Drehrichtung verschoben.

In der Praxis wirken allerdings noch andere Gesetze, die dazu führen das 90 Grad nicht immer vollständig sichtbar sind. Aber warum um alles auf der Welt nun gerade 90 Grad ? Die Antwort ist sehr technisch, und enthält das Konzept mechanischer Resonanz. Genaueres kann ich nicht schreiben, da ich es nicht weiß, bzw. nicht verstanden habe, und es somit schon gar nicht erklären kann. In der Praxis sind es aber – wie schon gesagt – nicht immer exakt 90 Grad, verschiedene andere Faktoren ( z.B. Anzahl Blätter, Drehzahl) wirken auf das System ein, und verschieben diesen Wert.

Hauptrotorstabilität; bei kleinen Helis ist die Flugstabilität oft problematisch. Um diese zu verbessern, verwendet man sog. Paddel. Es handelt sich dabei um zwei meißtens beschwerte Stabilisatoren auf einer Stabistange/Wippe, die man von den Großhubschraubern kaum kennt. Zuerst ca. 1950 für Stanley Hiller für Großhubschrauber patentiert, wurden sie ca. 1970 von Dieter Schlüter auch bei Modellhelis eingesetzt. Da die Steuerung dieses Hiller Systems nicht direkt auf die Blätter wirkt, sondern auf die Hilfspaddel, ergibt sich hierdurch eine verzögerte Reaktion auf die Steuerbewegung des Piloten. Anders arbeitet das Bell/Hiller System, welches die direkte Blattansteuerung mit dem Hilfsrotor mischt, und somit rascher reagiert.

Ein großer Nachteil all dieser stabilisierenden Systeme ist der erhebliche zusätzliche Luftwiderstand, die von der Kreisfläche des Paddelsystems erzeugt wird. Darüber hinaus sind diese Hiller-Paddel arttypisch so ausgelegt, da sie mit null Grad Einstellwinkel relativ zur Rotorebene sitzen. Und da die vom Rotor durchgesetzte Luft fast immer von oben einströmt und abwärts gerichtet ist, arbeiten die Paddel mit objektiv negativem Anstellwinkel und erzeugen somit Abtrieb, der dem Auftrieb entgegensteht. In der Praxis macht sich diese neg. Eigenschaft allerdings nicht so dramatisch bemerkbar.

Logo Hauptzahnrad wechseln

Es ist nicht so ungewöhnlich, dass bei einem Modellhubschrauber das Hauptzahnrad beschädigt, oder einfach nach vielen Betriebsstunden verschlissen ist, und somit ersetzt werden muss. Auch die sehr zähen und langlebigen Hauptzahnräder der Logo Modellhubschrauber können nicht ewig halten.

Doch viele Logos haben keine gehärtete Hauptrotorwelle drin. Das ist ansich nicht schlimm, denn die „normale“ Welle hat bereits eine völlig ausreichende, eigentlich sogar gute Qualität. Das Problem ist vielmehr die Befestigung der Welle, also die Sicherung um ein herausrutschen nach oben hin. Das wird nämlich bei der normalen Welle mit einem Sprengring realisiert. Wer jedoch keine passende Sprengringzange hat, wird feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, diesen Sprengring herunter zu bekommen, zumal man nicht sehr gut da ran kommt.

Doch es gibt einen – wie ich meine – tollen Trick, der vielleicht optisch nicht sooooo 100% schön aussieht, aber mal ehrlich, wem stört das? Es handet sich schliesslich um einen Trainer Modellhubschrauber, und wenn man die Servicefreundlichkeit verbessern kann, ohne irgend einen anderen Nachteil damit einzufahren, warum sollte man es dann nicht tun? Gesagt, gesägt, getan 🙂 Man montiere einfach das Ritzel des Motors andersrum drauf, dies hat noch einen weiteren riesigen Vorteil; man kann das Ritzel runter nehmen, OHNE den Motor lösen zu müssen. Denn man kommt jetzt an die Madenschraube des Ritzels heran.

Also, Ritzel andersrum draufbauen, und nun einfach die 4 kleinen M 2,5 Schrauben lösen, und das Hauptzahnrad vom Freilauf runter ziehen. Fertig 🙂 Den Sprengring brauchen Sie jetzt gar nicht mehr lösen. Neues Hauptzahnrad drauf, Ritzel wieder drauf, beides befestigen, weiter fliegen 🙂 Freilich geht das alles nur, wenn die Motorwelle auch lang genug ist.

Warnhinweise: Achten Sie bitte darauf

Warnhinweise – darüber sollte man sich klar sein. Mit jeden fliegendem Modell, insbesondere mit Modellhubschraubern mit ihren zum Teil sehr schnell drehenden Teilen, die erhebliche Geschwindigkeiten und Massen erreichen können, sollte man vorsichtig, und verantwortungsbewußt umgehen. Es gibt zwar gelegentlich „Leute“, die der Meinung sind, fliegende Modelle seien Spielzeuge für Erwachsene, aber dies kann so nicht stimmen.

Daher rate ich jedem Modellflugsport interessierten, insbesondere allen die diesen Sport aktiv betreiben, vorsichtig im Umgang mit diesen Modellen zu sein. Auch die Wartung des Modelles ist sehr wichtig, um Unfälle jeglicher Art abzuwenden. Auch ein kleines Modellflugzeug mit nur wenigen 100g kann in der Hand eines unvorsichtigen Piloten zu einer Waffe werden, die erhebliche Verletzungen hervorufen kann. Unwuchten und Vibrationen müssen unbedingt beseitigt werden, da diese zur Ermüdung des Materials beitragen. Wenn dieses Material ungünstig „versagt“, können z. B. Rotorblätter mit weit über 200 km/h durch die Luft fliegen. Jedem sollte klar sein, welche Folgen es haben kann, von so einem „Flugkörper“ ungünstig getroffen zu werden. Spätestens hier hört „Spiel und Spaß“ auf.

35 Mhz Anlagen sind in Deutschland seit einiger Zeit nicht mehr anmeldepflichtig. 35 Mhz Anlagen waren bis ca. 2002 anmeldepflichtig. Andere Anlagen, z.B. auf 27 Mhz (nicht für Flugzeuge/Hubschrauber), und auf 40 Mhz (eingeschränkt für Flugzeuge/Hubschrauber) sind ebenfalls nicht (noch nie) anmeldepflichtig.

Lesen Sie bitte auch diesen Beitrag über die aktuellen Frequenzen von RC Anlagen.

Ich möchte aber niemandem die Freude am fliegen vermiesen, sondern lediglich daran erinnern und appellieren, vorsichtig zu sein.

Auf diese Hinweise bitte achten

  • Das Modell sachgemäß warten, d.h. alle beweglichen Teile regelmäßig überprüfen
  • Vorzugsweise nur original Teile verwenden
  • Vibrationen und Unwuchten sofort beseitigen
  • Niemals in geringer Höhe über Personen oder neben Personen fliegen
  • Möglichst nur dort fliegen, wo es auch erlaubt ist (üblicherweise Modellfugplätzen)
  • Wer nicht die Kenntnisse hat, soll sein Modell von einem erfahrenen Piloten machen lassen
  • Wer seinen Heli nicht fliegen kann, sollte es sich eher beibringen lassen, als es sich selber beizubringen

Weitere wichtige Punkte

  • Vor jedem Start die Fernsteueranlage einschl. der Servos prüfen. Drehen diese ohne zu „zucken“?
  • Einige Sek. in der Schwebe bleiben, um zu sehen ob das Modell wie gewohnt reagiert, erst dann durchstarten
  • Achten Sie auf den richtigen Montageort von Empfänger, Kreisel, Regler, usw.
  • Regler in unmittelbarer Motornähe, aber weit weg von Empfänger und Kreisel montieren
  • Treiben Sie die Rotordrehzahl nicht höher wie unbedingt nötig.
  • Die Daumen drücken – aber nicht während des Fluges 🙂
  • Positiv denken – wer ständig Angst vor Abstürzen hat, wird häufiger abstürzen

Kora 15 Motor

Michael Woehrnle aus Wunstorf hat sich intensiv mit der Abstimmung des Kontronik Kora 15-10 W Aussenläufermotors befasst.

Dabei wurden sowohl verschiedene Zellenzahlen, als auch unterschiedliche Ritzel und Rotordrehzahlen, auch unter Berücksichtigung der maximal zulässigen Motordrehzahl, berechnet.

Der erste Start

Alles fertig montiert?

Haben Sie alles zusammengebaut und eingestellt bei Ihrem Modellhubschrauber ? Funktioniert alles so wie es sein muß ? Suchen Sie ggf. Rat von einem erfahrenen Piloten. Auch wenn Sie Ihren Heli nicht bei mir gekauft haben, helfe ich Ihnen gerne weiter (mein Service). Lassen Sie den Hauptrotor Ihres Modellhubschrauber (bitte langsam und vorsichtig) hochlaufen, dann sollten Sie JETZT ganz besonders vorsichtig sein, denn wenn Sie zu viel „Gas“ geben, wird Ihr Modellhubschrauber plötzlich abheben, und Sie können 100% sicher sein, das Sie diesen nicht ohne Schaden wieder landen können. Also geben Sie ganz langsam Gas, genaugenommen sagt man fachmännisch „Pitch geben“.

Schüttelt sich der Heli?

Achten Sie schon jetzt bitte darauf, das der Heli schön gleichmäßig rund läuft, und nicht anfängt zu schütteln. Wenn der Modellhubschrauber sich schüttelt, ist etwas nicht in Ordnung….. Nun werden Sie merken, das der Modellhubschrauber „leicht“ wird, z.B. daran das er sich seitlich in eine Richtig bewegen will. Auf einem glatten Boden wird er also anfangen in eine Richtung zu rutschen. Sehr hilfreich und sinnvoll ist auch ein sog. Trainingsgestell, welches unter bestimmten Vorraussetzung verhindert, das Ihr Modellhubschrauber am Boden „umkippt“, was rel. schnell passieren kann, da Sie den richtigen Gegensteuerbefehl noch nicht beherrschen. Würden Sie jetzt weiter mehr Pitch geben, würde der Heli in diese Richtung steigen.

Er wird also üblicherweise NICHT senkrecht steigen. Nun müssen Sie dieser „Tendenz“ der Rutschrichtung am Boden entgegensteuern. Dies wird z.B. mit den Trimmhebeln am Sender gemacht. Damit können Sie einiges, oftmals aber nicht alles ausgleichen. Generell soll die Trimmung auch mechanisch am Modellhubschrauber eingestellt werden. Der Modellhubschrauber wird also auch bei exakter Einstellung praktisch nie senkrecht starten. Es ist weiterhin denkbar, das Sie z.B. den Kreisel falsch eingebaut haben, oder die Servoarme in die falsche Richtung laufen. Diese Probleme und andere Dinge werden auf der Helitips-Seite  gelöst.

Wer darf fliegen?

Generell darf jeder mit Modellhubschraubern fliegen, sofern er – ähnlich wie z.B. beim fahren eines PKW auf der Strasse – vorsichtig ist, also z.B. auch auf andere achtet. Ein „Führerschein“, oder eine „Anmeldung“ ist nicht erforderlich. Auch die Fernsteueranlagen brauchen seit einiger Zeit nicht mehr angemeldet werden. Generell darf man mit elektrisch betriebenen Modellhubschraubern fast überall fliegen, was beim Verbrenner-Modellhubschrauber nicht der Fall ist. Auf Ihrem eigenen Grundstücken dürfen Sie in aller Regel immer fliegen. Auf fremden Grundstücken wird üblicherweise eine Erlaubnis des Besitzers ausreichen. In Wohngebieten, in der Nähe von Strassen, u. dgl. mehr, darf üblicherweise nicht geflogen werden.

Es ist sinnvoll – schon alleine um mit Gleichgesinnten zusammen zu kommen – sich einem Modellflugverein anzuschliessen. Dabei fallen Jahresgebühren von ca. 80,- bis 160,- Euro an, wobei u.a. eine Versicherung enthalten ist. Übereilen Sie keinen Beitritt in einem Verein, überlegen Sie in aller Ruhe, welcher Verein für Sie von Interesse ist. Besuchen Sie öfter den Verein, und „testen“ Sie, wie die „Stimmung“ ist – leider sind Modellhubschrauberpiloten manchmal nicht soooo gerne gesehen. Schade eigentlich.

Seien Sie vorsichtig!

Grundsätzlich sollten Sie immer Vorsicht walten lassen. Bedenken Sie, das ein Modellhubschrauber kein (Kinder)Spielzeug ist. Bei unsachgemäßen Gebrauch können erhebliche Verletzungen an Leib und Leben entstehen. Kontrollieren Sie immer alle beweglichen Teile Ihres Hubschraubers (siehe Wartung) vor dem Flug. Wenn Sie (kleine) Kinder haben, halten Sie diese von Ihren Modellen fern, besonders wenn Sie gerade fliegen möchten. Wenn Sie anderen Ihre Flugkünste zeigen wollen, weisen Sie deutlich und öffendlich darauf hin, das ein Modellhubschrauber jederzeit ausser Kontrolle geraden kann, und somit Gefahren entstehen können. Fliegen Sie niemals dicht an Personen heran, oder über Personen hinweg.

Mein Tipp für Sie

Sie entscheiden, mit welcher Ausstattung Sie fliegen möchten. Sie entscheiden, mit welchem Flugstil Sie fliegen möchten. Bedenken Sie aber eines; ich persönlich bin kein Freund von höchsten (Rotor) Drehzahlen, (lesen Sie auch den Beitrag über die Rotordrehzahlen) da das schlicht zu gefährlich ist. Ich selber entferne mich immer ziemlich weit, wenn ich sowas sehe. Passieren kann immer was, keine Frage, aber muss man es herausfordern? Darüber sind sich viele Piloten nicht im Klaren. Was passiert, wenn jemand verletzt wird? Und; umso höher die Drehzahl, umso grösser ist der Schaden beim Chrash, und natürlich auch die eventuelle Verletzungsgefahr.

Die Rotordrehzahl – nötig aber gefährlich.

Ein Logo 10 wird mittlerweile mit über 2000 Umdrehungen Rotordrehzahl geflogen. Das damit „atemberaubende“ Flugmanöver möglich sind, weiss ich. Das dies aber nicht nur extrem viel Leistung kostet (kurze Flugzeit, hohe Akkubelastung, bis hin zur kurzfristigen Zerstörung teurer Lipo Akkus), sondern auch gigantomanische (Flieh)Kräfte freisetzt, scheint niemand zu bedenken. Beim Logo 10 treten selbst bei den rel. kurzen 500mm Blättern bei ca. 2000 Umdrehungen bereits Zugkräfte von über 100 kg auf – die alleine auf die beiden kleinen Gewinde/Schrauben der Blattlagerwelle zerren. Nicht umsonst hat Mikado nun das System auf 4mm Blatthalterschrauben (das sind nicht die Schrauben, von denen ich gerade geschrieben habe !) umgestellt – die 3mm Schrauben verbiegen sich aufgrund der Fliehkräfte. Auch wenn Sie Kunstflug machen möchten; es geht auch bei weniger Drehzahl, sieht dann meist viel schöner (da nicht so abgehackt) aus, kostet weniger Material (Verschleiss). Den Logo 10 können Sie auch im Kunstflug excellent schon mit 1500 Umdrehungen am Rotor fliegen. Entscheiden Sie selber – entscheiden Sie richtig 🙂

Aber natürlich möchte ich mich nicht pauschal vom aktuellen Trend (Stand 2008) distanzieren; die Piloten wollen immer mehr, und das geht nur mit hohen Drehzahlen. Die Qualität wird üblicherweise auch immer besser.

Die Balance

Ein Hubschrauber ist im übrigen ein sog. nicht eigenstabiles Fluggerät, welches eben nicht alleine fliegt, und auch nicht alleine auf der Stelle schweben kann. Der Pilot muß ständig gegensteuern. Wenn man das nach einiger Zeit gut kann, sieht es so aus, als würde der Heli ganz allein an einer Stelle schweben. Stellen Sie sich eine Kugel auf einer Kugel vor, die es gilt zu balancieren. Das hört sich schwierig ist, kann aber doch recht schnell erlernt werden. Nur Mut, ich und viele andere haben es auch geschafft.

Servoumbau

Was tun, wenn das Pitchservo des Modellhubschraubers falsch herum läuft?

Problem; der Sender des Modellhubschraubers lässt sich in keiner Weise programmieren, unterstützt nichtmal das minimale Heliprogramm (Modellhubschrauberprogramm, also ohne Taumelscheibenmischung, aber immerhin mit Pitchkurve), d.h. es stehen am Empfänger keine separaten Ausgänge für Gas und Pitch zur Verfügung.

In der Not wird nun üblicherweise ein Y-Kabel verwendet, weil ja sowohl der Regler/Steller des Modellhubschraubers angesteuert werden muss, UND auch das Pitchservo, denn der Sender liefert ja dieses Pitchsignal, welches oftmals auch das Gas Signal enthält (daher der Begriff Gas-Kurve / Pitch Kurve). Also, am Empfänger stehen normalerweise zwei Ausgänge für den Regler/Steller und das Pitchservo des Modellhubschraubers zur Verfügung. Aber was ist schon „normal“.

Bei ganz einfachen Sender ist es eben nicht normal, und dann kann sich folgendes Problem einstellen; das ja der Steller und das Pitchservo von ein und demselbern Signal versorgt werden, könnte entweder der Steller nicht richtig funktionieren, weil er vielleicht bei voll Pitch Gas Minimum akzeptiert, ODER die Gas Einstellung funktioniert, jedoch läuft das Pitch Servo nun falsch herum. Nun ist guter Rat teuer, denn einstellen kann man in so einer Situation gar nix.

Lösung; entweder, man besorgt sich ein anderes Servo, und hat „Glück“ das dieses bei den entsprechenden Impulsen andersrum läuft (es gibt ja keine Norm-Laufrichtung bei Servos, in Bezug auf breiter oder schmaler werdenden Impulse), oder man baut sich das Servo um, polt es also so um, das es nun bei den gleichen Impulsen in genau die andere Richtung läuft.

Damit könnte der Modellhubschrauber-Pilot zu grosser Freude kommen. Doch wie geht das ? Wie macht man das ? Polt man einfach den Motor um?

Nein, das (alleine) geht nicht. Würde nur der Motor umgepolt werden, so würde das Servo überhaupt nicht mehr funktionieren, also nicht mehr steuerbar sein. Also fehlt da noch was…. Da ist doch noch ein kleiner Trimmer drin im Servo. Wofür ist der? Nun, dieser Trimmer ist ein veränderlicher Widerstand, welcher an der letzten Abtriebswelle angeschlossen ist, und der Servoelektronik mitteilt, an welcher Position sich der Servoarm gerade befindet und ob diese Position mit der gerade gesendeten Impulsbreite übereinstimmt. Wenn nicht, steuert die Servoelektronik den Motor so, das die Position korrigiert wird.

Also was nun? Also muss dieser Trimmer umgepolt werden? Ja, aber das reicht nicht!

Kurz; der Trimmer hat 3 Anschlüsse, (A)nfang, (E)nde, und (S)chleifer. S = mittlerer Anschluss. Man muss also die beiden äusseren Pole des Trimmers vertauschen, UND zusätzlich die beiden Pole des Motors vertauschen, dann läuft das/der Servo anders herum.

Nur; oft ist das nicht so einfach, an die Motoranschlüsse kommt man noch ganz gut ran, an die Trimmeranschlüsse jedoch oftmals nicht so einfach. Aber da muss man nun durch…

Hilfreiche Berechnungen

So berechnet man das Motorritzel eines E-Helis

Angegebene Motordrehzahl pro Volt multipliziert mit der Anzahl der verwendeten Zellen, multipliziert mit der Nennspannung pro Zelle (bei Lipo = 3,7 Volt, bei Ni-CD und Ni-Mh = 1,2 Volt) geteilt durch gewünschte Rotorkopfdrehzahl, die sicher also auch unter Last erreicht werden soll. Nun ist das Ergebnis zunächst nur die Übersetzung (Ü). Jetzt wird die Anzahl der Zähne des Hauptzahnrades des E-Helis (z.B. beim Logo 400, und Logo 10 sind das 2000 Zähne) durch die Übersetzung geteilt.

Beispiel; 1200 RPM (Motordrehzahl pro Volt) x 12 Zellen x 1,2 Volt / 1500 = 11,52 (Ü).

Nun 200 Zähne Hauptzahnrad / 17,36.

Ergebnis; es sollte ein Ritzel mit 17 Zähne verwendet werden.

 

Energiedichte berechnen

Bei der Energie(dichte) pro Gewicht, ergeben bei der folgenden Berechnung höhere Werte längere Flugzeiten.

Formel; Zellennennspannung multipliziert mit Zellennennstrom multipliziert mit Anzahl der verwendeten Zellen geteilt durch das gesammte Abfluggewicht des Modelles, also incl. Akku. Wird nun irgendein Wert verbessert, z.B. Akku mehr Kapazität, oder mehr Spannung, oder geringeres Gewicht, kann sofort rechnerisch ermittelt werden, um wieviel % sich dadurch die Flugzeit verlängert.

Beispiel; 1,2 V x 2,4 Ah x 10 Zellen / 1,7 kg = 16,94 Wh/Kg

 

Motorlaufzeitberechnung

Gegeben ist die Zellenkapazität und die Stromaufnahme des Motors.
Beispiel; 2,4 Ah x 60 Min. / 13 A Motorstrom = rund 11 Minuten

Motorstromaufnahme berechnen. Gegeben ist die Zellenkapazität und die Motorlaufzeit.
Beispiel; 2,4 Ah x 60 Min. / 11 Minuten = rund 13 A Motorstrom.

Grobe Akkukapazitätsbestimmung. Gegeben ist der Motorstrom und die Motorlaufzeit.
Beispiel; 11 Minuten Motorlaufzeit x 13 A Motorstrom / 60 Min. = rund 2,4 Ah

Fast alles lässt sich berechnen, aber vieles kann man auch messen.

Heck pendelt

Bei einer spielfreien Anlenkung vom Heckservo über die Hecksteuerstange, den Heckumlenkhebel, und den weiteren Steuerelementen, wie z.B. leichtgängige Steuerbuchse, und gelenkige Steuerbrücke, kann normalerweise bei korrekt eingestelltem Kreisel und geeignetem Heckservo kein pendeln des Hecks auftreten. Normalerweise!

Wenn das Heck „Uhr“ spielt, und immer hin und her pendelt.

Wenn die Hecksteuerung grundsätzlich korrekt aufgebaut ist, d.h. der Heli korrekt steuerbar ist, das Heck aber ständig am pendeln ist, so gibt es dafür mehrere Gründe. Oft tritt ein solches pendeln nur bei hochwertigen Kreiseln (und sinnvollerweise passenden, hochwertigen Servos) auf. Man mag sich darüber wundern, ist doch der Kreisel so hochwertig, und trotzdem pendelt das Heck !! Dabei ist genau das pendeln oft eine Ursache des hochwertigen Kreisels, der allerkleinste Bewegungen wahrnimmt und korrigiert.

Nur selten kann man durch zurückdrehen der Kreiselempfindlichkeit das pendeln beseitigen. Meist verändert sich dadurch nur die Pendelfrequenz.

Die Lösung; verwenden Sie nur hochwertige, möglichst schnelle Servos. Stellen Sie den Kreisel korrekt auf das Servo ein (abgleichen). Das die Anlenkung TOP ist (spielfrei) gilt als vorausgesetzt. Hilft auch das alles nichts, muss man leider einen leidigen Weg gehen; den Gabelkopf am Servo kürzer einhängen, und/oder den Gabelkopf am Anlenkhebel länger einhängen.

Dadurch ergibt sich eine zusätzliche Untersetzung, die dem Servo zwar etwas „Speed“ nimmt, aber der Präzision behilflich ist.

Pendeln im Heck hat daher immer nur wenige Gründe:

– Anlenkung hat zu viel Spiel
– Anlenkung ist zu schwergängig
– Servo ist zu langsam, oder zu ungenau
– Gyroempfindlichkeit ist zu hoch eingestellt
– ganz selten ist die Drehzahl ungeeignet gewählt

Reichweitentest

So machen Sie einen Reichweitentest für Ihren Modellhubschrauber. So machen Sie einen Reichweitentest der Fernsteueranlage.

Modellhubschrauber sind phantastische Fluggeräte, und stellen ein wunderschönes Hobby für jung und alt dar. Doch die Freude an Ihrem Modellhubschrauber kann schnell getrübt werden, wenn die Reichweite der Fernsteueranlage nicht ausreichend ist.

Es sollten bei eingeschobender Antenne min. 50 Meter Reichweite erreicht werden. Dazu sollten Sie die Hauptrotorblätter von Ihrem Modellhubschrauber Rotorkopf abschrauben, das System hochlaufen lassen, und dann aus der Ferne (ca. 50 Meter bei eingeschobener Senderantenne) Steuerbefehle geben. Bei genauem hinsehen können Sie sehen, ob diese sauber ausgeführt werden, z.B. Drehzahl ändern. Das abbauen der Rotorblätter hat den Vorteil, das auch bei sehr großen Störungen bei diesem Test üblicherweise kein Schaden entstehen kann.

Optimal wäre noch eine 2. Person, welche die Servobewegungen ganz exakt beobachtet. Am Sender werden nun also bei laufendem Motor (der dann evlt. auch Störungen verursacht, die hier aber erwünscht sind) ganz langsame Servobewegungen (Roll, Nick, Pitch, Heck) gemacht. Laufen die Servos nun auch ganz langsam und präzise weiter, oder „springen“ sie ? Wenn sie „springen“ (zittern) nun bitte mal den Motor abstellen, und den Test wiederholen. Keine Störungen mehr ? Dann ist evlt. der Motor nicht richtig entstört.

Auch Brushlessmotoren können stören, bzw. der Brushlessantrieb (Motor, Kabel, Regler) kann stören, z.B. auch schon dadurch, das die Kabel aufgrund des grossen Stromflusses, und auch der Taktung ein Magnet(Stör)Feld erzeugen. Daher diese Kabel, bzw. allgemein die Leistungselektronik möglichst weit weg von Steuerelektronik (Motor, Regler, dicke Kabel, und Akku weit weg von Kreisel, Empfänger, Antenne….).