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Heli Schräglage

Warum schwebt der Heli schräg?

Hier möchte ich mal erklären, warum fast jeder Modellhubschrauber - und auch viele mantragende Hubschrauber - schräg in der Luft schweben. (Schieflage, Schräglage)

Also, warum schwebt ein Modellhubschrauber schräg?

04.07.2008 - erstmal vorab. Ja, es ist "normal" das der Heli schräg schwebt. Warum das so ist, können Sie weiter unten in diesem Beitrag lesen.

Das (Gegen)drehmoment

Der Hauptrotor dreht (meist) rechts rum, also ist das Gegendrehmoment links rum. Der Heckrotor muss also von hinten betrachtet das Heck nach links drücken, damit es gerade eben stehen bleibt. Weil aber wie schon gesagt der Heckrotor tiefer ist, bewirkt der Hebelarm, das sich der ganze Heli etwas nach rechts neigt. Allgemein sagt man auch, das ein "Rechtsdreher" sich nach rechts neigt, und ein "Linksdreher" sich nach links neigt.

Das ist aber offenbar nicht die vollständige Antwort. Weiter unten gibts ein Statement von Dieter Schlüter, einen der Pioniere auf diesem Gebiet.


Bild oben; das (Gegen)drehmoment entsteht in Höhe der Hauptrotordrehebene, also an Position 1. An Position 2, also viel tiefer ist jedoch der Heckrotor, also ergibt sich Hebelarm. Deswegen stellt sich der Heli schrägt. Wenn man jedoch den Punkt 2 mit einem abgewinkelten Heckrohr nach Punkt 3 verlegt, also dort dann auch der Heckrotor ist, dann steht der Heli gerade in der Luft, weil das Drehmoment in der richtigen Höhenposition, nämlich in genau der Höhe der Hauptrotorebene ausgeglichen wird.

Was ist die Lösung?

Es gibt aber auch einige ganz wenige Modellhubschrauber (und vermutlich auch echte mantragende) welche den Heckrotor in der gleichen Höhenposition haben, wie sich der Hauptrotor befindet. Dies wird z.B. mit einem hinten nach oben abgewinkeltem Heck erreicht. In so einem Fall findet der Drehmomentausgleich in der richtigen Höhenposition statt, und der Helikopter neigt sich auch in der Schwebe nicht nach eine Seite, sondern bleibt genau gerade.

Ergänzung vom Nov. 2009

Beim "surfen" durch das www bin ich kürzlich mal wieder auf die Seite von Dieter Schlüter gestossen. Herr Schlüter ist einer der Pioniere im Modellhubschrauberbereich, und hat seit längerer Zeit ein eigenes Ing. Büro.

Sehr sehr viele Modellhubschrauber verwenden bis heute das sog. "Schlüter System", bzw. den "Schlüter Rotorkopf" - eine Erfindung aus dem Hause Dieter Schlüter.

Herr Schlüter beantwortet auf seiner Homepage (siehe bei den (Hersteller)Links) diese Frage nach dem "schräg schwebenden (Modell)Hubschrauber" ähnlich, denn auch er wurde schon x mal von seinen Kunden danach gefragt.

Ich habe ihm daher per Mail kontaktiert, weil ich die Formulierung auf seiner Seite im Netz nicht verstanden habe.

Herr Schlüter hat mir dann wie folgt geantwortet;

>Die Ursache für die Seitenneigung des Hauptrotors ist nicht allein der tiefer
>liegende Heckrotor! Eine Seitenneigung entsteht z.B. auch, wenn der Heckrotor
>in gleicher Ebene oder sogar höher als der Hauptrotor liegt. Ausschlaggebend
>ist in jedem Fall, dass bei einem stationären Schwebeflug der Seitwärtsschub
>des Heckrotors durch einen entgegengesetzten Seitwärtsschub des Hauptrotors
>ausgeglichen werden muss und das geschieht durch eine entsprechende Neigung
>des Hauptrotors. Ein tiefer liegender Heckrotor unterstützt diese Neigung, ist
>aber nicht die alleinige Ursache!

Mehr Infos; bei den Herstellerlinks. Dort sind auch die Links zu einigen Webseiten von D. Schlüter.

Nicht jede Erklärung ist auch richtig.

Herr Schlüter schreibt ergänzend noch völlig richtig wie folgt;

>in der Heliszene - und zwar bei den Großen wie den Kleinen - gibt es eine
>ganze Anzahl von Erklärungen über technische Zusammenhänge die nicht immer
>ganz richtig und manchmal sogar völlig falsch sind aber wenn erst mal eine
>plausibel erscheinende Theorie geboren war wurde sie häufig ohne erneutes
>Hinterfragen übernommen.
>
>So zum Beispiel auch das Thema "Zyklische Blattverstellung, Kreiselkräfte,
>90°-Reaktion". Da wird noch heute vieles durcheinander geworfen und falsch erklärt.
>
>Aber;
>unsere kleinen Hubis fliegen, das ganze Thema macht unheimlich viel Spaß
>und wenn dann mal die eine oder andere Erklärung nicht ganz stimmt ist
>das auch nicht schlimm.
>
>In diesem Sinne herzliche Grüße,
>Dieter Schlüter.

Schlussbemerkung

So, ich denke, damit ist die Korrektur, bzw. Ergänzung meiner Antwort nun gelungen, und damit ist ja letztlich auch jedem gedient.

Ich danke Ihnen, Herr Schlüter, für die Erlaubnis zur Veröffentlichung Ihrer Texte, und wünsche Ihnen weiterhin alles Gute.

Beste Grüße
Jürgen Blumenkamp

PS: es stimmt wirklich; im Internet wird kopiert, "was das Zeug hält". Fast alles - nicht nur im Internet (Texte, Bilder, Mediadateien....) - unterliegt einem Copyright. Man sollte da durchaus vorsichtig sein!

Ergänzende Links

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