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Outrunner/Inrunner |
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Hier geht es darum, mal zu erläutern, was denn die Unterschiede zwischen Outrunnermotoren (Aussenläufer) und Inrunnermotoren (Innenläufer) sind.
Am 19.02.2008 fragt Thomas B.;
>Hallo Jürgen, > >Vielleicht kannst Du mal erklären, was der Unterschied zwischen den >Brushless-Outrunner und Inrunner - Motoren ist. > >Hat z.B. der Outrunner bezüglich Kühlung und auch Haltbarkeit Vorteile? Wie >sieht es mit der Leistung aus und wird beim Outrunner ein besserer Akku und >auch Regler benötigt? > >Ist ein Heli mit einer MX-12 oder 16-Anlage nun besser und präziser >steuerbar? Werden Funkaussetzer und damit verbundene Crashs wirklich >reduziert bzw. was sind die Hauptvorteile und Gründe, warum man in eine >bessere RC-Anlage investieren sollte? > >Grüsse von Thomas |
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Hallo Thomas,
also, der Outrunner hat seine feststehenden Wicklungen in der Mitte. Der Regler schickt hier das "Drehstromnetz" drauf, welches ja ein "Drehfeld" ist - genau wie auch bei den grossen Industriemotoren (dazu gleich mehr). Um diese feststehende Wicklung (ein Block aus div. Wicklungen mit jeweils mehreren Windungen pro Wicklung) wandert nun also ein Magnetfeld rumzu. Also "immer inne Runde". Aussen rundrum angeordnet an diesem Wicklungsblock sitzen nun die Magnete, die an der "Glocke" (der eben beschriebene äussere Teil, der sich beim Outrunner dreht) von innen (geklebt) befestigt sind. Diese Magnete folgen nun dem magnetischem Drehfeld. Der äussere Teil des Motor dreht sich nun. Üblicherweise bieten diese Motoren eine bessere Kühlung für die Wicklungen, einfach weil mehr Luftverwirbelung, alleine schon aufgrund der vielen Magnete, erzeugt wird. manche dieser Motoren haben zusätzlich noch einen Lüfter. Ein guter Regler arbeitet auch mit diesem (besonderen) Motortyp problemlos zusammen. Einfache Regler können es oft nicht, müssen programmiert werden, o.ä. Dieser Motortyp hat normalerweise eine deutlich geringere sog. Systemdrehzahl. Also er dreht normalerweise mit deutlich weniger Umdrehungen pro Volt pro Min. Aber auch da gibt es Ausnahmen. Oft spricht man davon, das dieser Motortyp stärker ist, weil er mehr Drehmoment hat. Letztlich hat er zwar mehr Drehmoment, eben weil er langsamer (pro Zeiteinheit) dreht, aber deswegen kann man nicht sagen, er sei stärker. Denn; jeder Modellhubschrauber braucht eine bestimmte Rotordrehzahl. Ob diese nun mit einem langsam drehenden Motor und einem grossen Motorritzel erreicht wird, oder mit einem schnelldrehenden Motor mit kleinem Motorritzel, ist völlig egal. Deswegen gibt es pauschal KEINE Leistungsunterschiede bei dem Modelhubschrauber.
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So, der Inrunner (hab ich diesen Begriff erfinden, oder gibts den wirklich?) hat seine Wicklungen aussen ausgeordnet, und zwar genau so wie alle grossen Industriemotoren auch aufgebaut sind. Hier nur eben viel viel kleiner. Während jedoch die Industriemotoren (Drehstrom 400 Volt) innen keine Magnete haben, sondern elektrisch leitende Metallstäbe (die nicht magnetisch sind, sondern im Betrieb und nur während des Betriebes magnetisch werden), hat dieser kleine Modellbaumotor innen einen runden drehenden Magnetkern, der aus div. sog. Magnetpolen besteht. Übrigens, natürlich hat der Aussenläufer seine Magnetpole eben aussen. Deswegen spricht man bei beiden Motortypen (Inrunner, Outrunner) auch von Motoren mit so und so vielen Polen. Umso mehr Pole, umso langsamer läuft der Motor bei einer gegebenen Spannung, und bei einer gegebenen Windungszahl. |
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Da nun der Regler sein Drehfeld aussen auf die Wicklungen gibt, versucht nun - und es wird ihm gelingen - der innenliegende Magnetkern des Innenläufers dem Magnetfeld zu folgen. Dieser Motortype dreht meist deutlich hochtouriger, und hat weniger Drehmoment, was aber nicht pauschal als "weniger Kraft" gedeutet werden kann, wie oben weiter schon erläutert.
Die Funktionsweise eines modernen Reglers finden Sie hier.
Grüße Jürgen |
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Ergänzende Links |
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