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Versicherung wichtig?

28.07.2009 JB. (Hinweis; in diesem Beitrag wird weiter unten auch auf FPV eingegangen.) Ich hab da kürzlich eine recht interessante versicherungstechnische Frage erhalten, die ich auf Anhieb gar nicht beantworten konnte. Deswegen habe ich mich da beim DMFV mal ein wenig Schlau gemacht. An dieser recht komplexen Problematik sieht man mal wieder deutlich, woran man alles denken muss, oder zumindest sollte. Andererseits ist es wohl auch so; wo kein Kläger ist, ist auch kein Richter....doch will man dieses Risiko, was ja in gewisser Weise auch belastend sein kann, wirklich eingehen? Wenn also ein Modell einen Menschen verletzt, kann es durchaus eine Menge Ärger geben, besonders wenn die Modelle unerlaubt verändert wurden, und/oder keine Versicherung vorhanden ist.


Die Frage

vname Nadine
nname Dxxxxx
email nxxxxxxx@gmx.de
nachricht hallo zusammen...
ich habe eine Frage...
ich könnte eine alte Schafswiese pachten bzw auch kaufen...
ich würde dort gerne meine Modellfugzeuge und Hubschrauber starten lassen...
es ist direkt neben an ein Zweifamilienhaus und die Bahnschienen wo alle 15 min zwei Züge vorbei fahren...
und zusätzlich noch Hochstrommasten direkt auf der Wiese...
darf ich dort starten oder droht mir eine Strafe??

lieben dank für Ihre Bemühungen!!!

Gruß Nadine

ganz allgemein

Hallo Nadine,

ganz allgemein gilt folgendes; auf dem eigenen Grundstück darf man im Prinzip machen, was man will, solange man nicht gegen irgendwelche anderen, geltenden Gesetze verstößt, oder jemand anderen schädigt, oder verletzt. Generell wäre es also kein Problem, wenn Sie auf dieser Wiese - würde sie Ihnen gehören, oder Sie sie gepachtet haben - mit Ihren Modellen fliegen würden. Wenn die Wiese "nur" gepachtet ist, müsste evlt. der Pächter gefragt werden, ob er mit dem Vorhaben einverstanden ist. Gleichzeitig ist dafür Sorge zu tragen - wie auch immer das möglich sein soll - das die Modelle keinen Schaden anrichten können.

Wenn also die Funke ausfällt, oder das Modell sonst wie nicht mehr "hört", wird "Ärger" drohen, wenn ein Modell z.B. in den vorbeifahrenden Zug fliegt.... letztlich muss man zusätzlich bedenken, dass es spezielle Regeln für die "Luftfahrt" gibt, und auch Modelle gehören offenbar zur "Luftfahrt". Dazu gleich mehr. Grundsätzlich würde ich persönlich die genannte Wiese eher nicht für dieses Vorhaben empfehlen.

Die Versicherung

Nun zur Versicherung; also, nach meinem Kenntnissstand - gerne kann jemand unten einen Kommentar dazu abgeben - muss wohl jedes "Luftfahrzeug" versichert sein. Das gilt offenbar wohl auch für die ganz kleinen Modelle, die nur 30 oder 40 Gramm wiegen. In der Praxis sind diese sehr kleinen Modelle üblicherweise "stillschweigend" über die private Haftpflicht (die jeder haben sollte, aber nicht muss, obwohl es eine "Pflichtversicherung" ist) mitversichert, so wie kleine Kinder auch meist bei den Eltern "mithaftpflichtversichert" sind, obwohl Kinder ansich überhaupt nicht haftbar zu machen sind, aber das ist was anderes.

Was denn nun "genau" versichert ist, ist auch nicht einheitlich. So ist es bei "der einen" Versicherung erlaubt, Modelle auch ausserhalb des eigenen Platzes zu fliegen, ja sogar auf Veranstaltungen die überhaupt nichts mit Modellflug zu tun haben (z.B. weil man dort als Modellpilot sein Modell vorfliegen möchte), während das bei anderen entweder gar nicht, oder nur gegen Aufpreis möglich ist.

Das Luftrecht...

...ist offenbar ein eigener Gesetzesraum. Fahrzeuge, die sich in der Luft bewegen, also Flugzeuge in "groß", aber eben auch die ferngesteuerten Modelle, die unterliegen diesen Regelungen. Und weil Schäden, z.B. durch Abstürze, oder andere technische Ausfälle eben nicht ganz auszuschliessen sind, sollte man entsprechend versichert sein. Dazu benötigt man eine sog. "Flughalterhaftpflicht". Diese wird normalerweise abgeschlossen, wenn man in einem Modellsportverein eintritt. Mann kann sich aber auch selber versichern, z.B. beim DMFV, oder beim DAeC. Das sind wohl die beiden großen (Versicherungs)vereine für Modellflugsportler. Es gibt aber auch div. weitere Versicherungen, wo man sich entsprechend versichern kann. Manchmal übernimmt das auch die private Haftpflicht. Einfach mal fragen bei den Versicherungsonkelz :-)

Beste Grüße
Jürgen

FPV First Person View

FPV Fliegen, der neue Trend, und seit ca. 2007 bekannt. Doch was ist FPV? First Person View, zu Deutsch in etwa "Aus Sicht des (mitfliegenden) Piloten", bzw. auch "Originalperspektive" bedeutet, dass ein Modellflugzeug (ggf. auch Modellhubschrauber) nicht mittels direktem Sichtkontakt geflogen wird, sondern mittels einer Videoübertragung. Im Modell ist eine Videokamera, deren Signal in Echtzeit auf einen Empfänger am Boden übertragen wird. Dessen Videoausgang wird auf eine Videobrille geleitet, die man während des Fluges trägt. Diese Art der Modellsteuerung ist noch völlig neu, und bisher nur wenig verbreitet. Der Gesetzgeber kennt diese Art der Steuerung möglicherweise noch gar nicht. Die Versicherungen verweigern nach aktuellem Kenntnissstand die Versicherung.

Die Gefahren des FPV

Dies ist möglicherweise auch nicht verwunderlich, denn mit diesen Fluggeräten k a n n viel Schindluder getrieben werden. Noch viel mehr, als mit "normalen" RC Modellen. Man könnte damit "Dinge" transportieren, bzw. zu bestimmten Orten bringen/absetzen, wo diese eine Gefahr darstellen können (Thema Sicherheit....Sprengstoff). Sicherlich könnte man auch (versehendlich) mit einem großen Passagierflugzeug zusammen stossen.

Natürlich wird mit FPV eine Art "Traum" war, denn mit einer guten Videoqualität, und einer guten Videobrille kann man "quasi" mit einem Modellflugzeug (oder ggf. auch Modellhubschrauber) so fliegen, als würde mal real in ein solches Fluggerät sitzen. Verständlich, das dabei nicht alles genau so ist, wie wenn man wirklich drin sitzen würde. Dafür ist man eben auch sicher auf dem Boden :-) Aber diese Art des Fliegens ist sicherlich "mal was anderes". Dennoch; denken Sie bitte auch hier an die Sicherheit, und prüfen Sie, ob Sie im Falle eines Falles auch wirklich versichert sind.

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