Funktionsweise Heli

Funktionsweise – so funktioniert ein (Modell)Hubschrauber. Hubschrauber – phantastische Fluggeräte mit drehenden Teilen und Gestängen. Seit der Einführung des (Groß) Hubschraubers zu Beginn des 19ten Jahrhunderts wurden große Anstrengungen unternommen, um die Technik weiterzuentwickeln, wobei das Hauptrotorsystem den größten Anteil daran nahm. Bereits um 1960 gab es erste Modellhubschrauber, die sich jedoch kaum als ernsthaft flugfähig und schon gar nicht praxistauglich erwiesen. Die Konstrukteure lehnten sich zu sehr an die Technik des Großhubschraubers, ohne zu verstehen, das man dieses System nicht ohne weiteres auf einen Modellhubschrauber übertragen kann.

Obwohl der Hauptrotor wie ein großer Propeller aussieht, arbeitet er doch anders. Mittels einer Steuerung besitzt er die Fähigkeit, durch zyklisches ändern des Anstellwinkels der Rotorblätter die Hubkraft einseitig zu verschieben. Somit ist er in der Lage, den gesamten Hubschrauber zu neigen, so das sich dieser in diese Richtung fortbewegt. D. h. mittels dieser Steuerung wird zyklisch, also mit jeder Umdrehung wiederkehrend, der Anstellwinkel eines jeden Rotorblattes geändert, womit sich die beschriebene Neigung in eine Richtung ergibt. Diese Rotorblätter wiederum sind gelenkig an der Rotornabe befestigt, damit Sie auf- und abwärts schlagen können (Schlaggelenke) sowie vor und zurück schwenken können (Schwenkgelenke). Beide Gelenke sind wichtig, damit das Rotorblatt auf die wechselnden aerodynamischen, mechanischen, und gyroskopischen Kräfte reagieren kann. Ohne diese Gelenke würden sich die Rotorblätter instabil verhalten, und müßten stärker und schwerer gebaut werden, um den Flugbelastungen standzuhalten.

In den Jahren um 1970 entwickelten Modellflieger – allen voran Dieter Schlüter – die ersten brauchbaren Modellhelis. Bis heute arbeiten die meißten Modellhelis nach dem gleichen Grundprinzip, nämlich mit einem zusätzlichem Hilfrotor der eine wesentliche Stabilisierung der Rotorkreisebene vornimmt.

Wirkt eine Kraft auf die Achse eines Kreisels ein, so wird diese 90 Grad voraus in Drehrichtung wirksam. Da der Kreisel (= Rotor) sich dreht, versucht er zwar sich in die gleiche Richtung zu neigen wie die einwirkende Kraft es vermuten ließe, aber die Drehbewegung trägt die Kippkraft mit sich fort. Somit ist das max. Kippen oder Neigen (Roll und Nick) deshalb 90 Grad voraus in Drehrichtung. Sicher wurde schon oft der Efekt bemerkt, das sich die Rotorkreisebene bei stehendem Heli aber drehendem Rotor (auf dem Boden) bei einer Nickbewegung nicht genau in diese Richtung neigt, sondern eben 90 Grad in Drehrichtung verschoben.

In der Praxis wirken allerdings noch andere Gesetze, die dazu führen das 90 Grad nicht immer vollständig sichtbar sind. Aber warum um alles auf der Welt nun gerade 90 Grad ? Die Antwort ist sehr technisch, und enthält das Konzept mechanischer Resonanz. Genaueres kann ich nicht schreiben, da ich es nicht weiß, bzw. nicht verstanden habe, und es somit schon gar nicht erklären kann. In der Praxis sind es aber – wie schon gesagt – nicht immer exakt 90 Grad, verschiedene andere Faktoren ( z.B. Anzahl Blätter, Drehzahl) wirken auf das System ein, und verschieben diesen Wert.

Hauptrotorstabilität; bei kleinen Helis ist die Flugstabilität oft problematisch. Um diese zu verbessern, verwendet man sog. Paddel. Es handelt sich dabei um zwei meißtens beschwerte Stabilisatoren auf einer Stabistange/Wippe, die man von den Großhubschraubern kaum kennt. Zuerst ca. 1950 für Stanley Hiller für Großhubschrauber patentiert, wurden sie ca. 1970 von Dieter Schlüter auch bei Modellhelis eingesetzt. Da die Steuerung dieses Hiller Systems nicht direkt auf die Blätter wirkt, sondern auf die Hilfspaddel, ergibt sich hierdurch eine verzögerte Reaktion auf die Steuerbewegung des Piloten. Anders arbeitet das Bell/Hiller System, welches die direkte Blattansteuerung mit dem Hilfsrotor mischt, und somit rascher reagiert.

Ein großer Nachteil all dieser stabilisierenden Systeme ist der erhebliche zusätzliche Luftwiderstand, die von der Kreisfläche des Paddelsystems erzeugt wird. Darüber hinaus sind diese Hiller-Paddel arttypisch so ausgelegt, da sie mit null Grad Einstellwinkel relativ zur Rotorebene sitzen. Und da die vom Rotor durchgesetzte Luft fast immer von oben einströmt und abwärts gerichtet ist, arbeiten die Paddel mit objektiv negativem Anstellwinkel und erzeugen somit Abtrieb, der dem Auftrieb entgegensteht. In der Praxis macht sich diese neg. Eigenschaft allerdings nicht so dramatisch bemerkbar.

Traniningskabel

Training mit Kabel – das sollten Sie beachten.

Normalerweise wird ein Elektrohubschrauber von einem unter dem Modell befindlichen Akku mit Strom versorgt. Dieser Akku dient aber gleichzeitig auch dazu, den Schwerpunkt des Modelles korrekt zu halten, daher sollte der Akku auch dann im Modell an korrekter Stelle belassen werden, wenn Sie beabsichtigen an einem Trainingskabel zu trainieren.

Was ist ein Trainingskabel? Es wird ansich recht selten eingesetzt, da es heute aufgrund der guten Akkutechnik kaum noch nötig ist. Lange Flugzeiten sind kein Problem mehr. Es handelt sich um ein in aller Regel max. 5 Meter langes Kabel, welches üblicherweise an einer (grossen) 12V Batterie (Autobatterie) angeschlossen wird. Auf richtige Polung achten ! Die andere Seite wird dann parallel (Plus an Plus, Minus an Minus) am Flugakku UND am Regler angeschlossen. Der Flugakku versorgt also weiterhin – wie bisher – das Modell mit Strom, er wird lediglich über das Trainingskabel von der 12V Autobatt. unterstützt. Genaugenommen kommt die Energie aus dem Autoakku, der Flugakku dient nur als Puffer. Was zu beachten ist.

Kabel nicht länger als ca. 5 Meter, und möglichst nicht dünner als ca. 2,5mm2 – umso länger, umso dicker muss es sein. Ein langes dickes Kabel ist schwer, und behindert den Heli aufgrund des Zuges. Beim Anschluss an 12V Autobatt. muss im Heli ein 10 Zellen Akkupack sein, oder ein 3S Lipo Pack sein. Begründung/Gefahren; der Regler benötigt keinen gleichmässigen Strom, sondern einen pulsierenden. Wenn ein (Trainings)-Kabel mit einem pulsierenden Strom beaufschlagt wird, wirkt es wie eine Induktivität, es kommt zu einer Phasenverschiebung von Spannung und Strom, was zu einer Zerstörung des Reglers führen kann.

Diese Induktivität kann auch zu hohen Spannungs und Stromspitzen führen, die ebenso gefährlich sind. Der noch im Modell befindliche Flugakku, der parallel (plus an plus, minus an minus) geschaltet ist, verhindert das dieser phasenverschobene Strom/Spannung zum Regler gelangen kann.

Logo Hauptzahnrad wechseln

Es ist nicht so ungewöhnlich, dass bei einem Modellhubschrauber das Hauptzahnrad beschädigt, oder einfach nach vielen Betriebsstunden verschlissen ist, und somit ersetzt werden muss. Auch die sehr zähen und langlebigen Hauptzahnräder der Logo Modellhubschrauber können nicht ewig halten.

Doch viele Logos haben keine gehärtete Hauptrotorwelle drin. Das ist ansich nicht schlimm, denn die „normale“ Welle hat bereits eine völlig ausreichende, eigentlich sogar gute Qualität. Das Problem ist vielmehr die Befestigung der Welle, also die Sicherung um ein herausrutschen nach oben hin. Das wird nämlich bei der normalen Welle mit einem Sprengring realisiert. Wer jedoch keine passende Sprengringzange hat, wird feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, diesen Sprengring herunter zu bekommen, zumal man nicht sehr gut da ran kommt.

Doch es gibt einen – wie ich meine – tollen Trick, der vielleicht optisch nicht sooooo 100% schön aussieht, aber mal ehrlich, wem stört das? Es handet sich schliesslich um einen Trainer Modellhubschrauber, und wenn man die Servicefreundlichkeit verbessern kann, ohne irgend einen anderen Nachteil damit einzufahren, warum sollte man es dann nicht tun? Gesagt, gesägt, getan 🙂 Man montiere einfach das Ritzel des Motors andersrum drauf, dies hat noch einen weiteren riesigen Vorteil; man kann das Ritzel runter nehmen, OHNE den Motor lösen zu müssen. Denn man kommt jetzt an die Madenschraube des Ritzels heran.

Also, Ritzel andersrum draufbauen, und nun einfach die 4 kleinen M 2,5 Schrauben lösen, und das Hauptzahnrad vom Freilauf runter ziehen. Fertig 🙂 Den Sprengring brauchen Sie jetzt gar nicht mehr lösen. Neues Hauptzahnrad drauf, Ritzel wieder drauf, beides befestigen, weiter fliegen 🙂 Freilich geht das alles nur, wenn die Motorwelle auch lang genug ist.

Warnhinweise: Achten Sie bitte darauf

Warnhinweise – darüber sollte man sich klar sein. Mit jeden fliegendem Modell, insbesondere mit Modellhubschraubern mit ihren zum Teil sehr schnell drehenden Teilen, die erhebliche Geschwindigkeiten und Massen erreichen können, sollte man vorsichtig, und verantwortungsbewußt umgehen. Es gibt zwar gelegentlich „Leute“, die der Meinung sind, fliegende Modelle seien Spielzeuge für Erwachsene, aber dies kann so nicht stimmen.

Daher rate ich jedem Modellflugsport interessierten, insbesondere allen die diesen Sport aktiv betreiben, vorsichtig im Umgang mit diesen Modellen zu sein. Auch die Wartung des Modelles ist sehr wichtig, um Unfälle jeglicher Art abzuwenden. Auch ein kleines Modellflugzeug mit nur wenigen 100g kann in der Hand eines unvorsichtigen Piloten zu einer Waffe werden, die erhebliche Verletzungen hervorufen kann. Unwuchten und Vibrationen müssen unbedingt beseitigt werden, da diese zur Ermüdung des Materials beitragen. Wenn dieses Material ungünstig „versagt“, können z. B. Rotorblätter mit weit über 200 km/h durch die Luft fliegen. Jedem sollte klar sein, welche Folgen es haben kann, von so einem „Flugkörper“ ungünstig getroffen zu werden. Spätestens hier hört „Spiel und Spaß“ auf.

35 Mhz Anlagen sind in Deutschland seit einiger Zeit nicht mehr anmeldepflichtig. 35 Mhz Anlagen waren bis ca. 2002 anmeldepflichtig. Andere Anlagen, z.B. auf 27 Mhz (nicht für Flugzeuge/Hubschrauber), und auf 40 Mhz (eingeschränkt für Flugzeuge/Hubschrauber) sind ebenfalls nicht (noch nie) anmeldepflichtig.

Lesen Sie bitte auch diesen Beitrag über die aktuellen Frequenzen von RC Anlagen.

Ich möchte aber niemandem die Freude am fliegen vermiesen, sondern lediglich daran erinnern und appellieren, vorsichtig zu sein.

Auf diese Hinweise bitte achten

  • Das Modell sachgemäß warten, d.h. alle beweglichen Teile regelmäßig überprüfen
  • Vorzugsweise nur original Teile verwenden
  • Vibrationen und Unwuchten sofort beseitigen
  • Niemals in geringer Höhe über Personen oder neben Personen fliegen
  • Möglichst nur dort fliegen, wo es auch erlaubt ist (üblicherweise Modellfugplätzen)
  • Wer nicht die Kenntnisse hat, soll sein Modell von einem erfahrenen Piloten machen lassen
  • Wer seinen Heli nicht fliegen kann, sollte es sich eher beibringen lassen, als es sich selber beizubringen

Weitere wichtige Punkte

  • Vor jedem Start die Fernsteueranlage einschl. der Servos prüfen. Drehen diese ohne zu „zucken“?
  • Einige Sek. in der Schwebe bleiben, um zu sehen ob das Modell wie gewohnt reagiert, erst dann durchstarten
  • Achten Sie auf den richtigen Montageort von Empfänger, Kreisel, Regler, usw.
  • Regler in unmittelbarer Motornähe, aber weit weg von Empfänger und Kreisel montieren
  • Treiben Sie die Rotordrehzahl nicht höher wie unbedingt nötig.
  • Die Daumen drücken – aber nicht während des Fluges 🙂
  • Positiv denken – wer ständig Angst vor Abstürzen hat, wird häufiger abstürzen

Servoumbau

Was tun, wenn das Pitchservo des Modellhubschraubers falsch herum läuft?

Problem; der Sender des Modellhubschraubers lässt sich in keiner Weise programmieren, unterstützt nichtmal das minimale Heliprogramm (Modellhubschrauberprogramm, also ohne Taumelscheibenmischung, aber immerhin mit Pitchkurve), d.h. es stehen am Empfänger keine separaten Ausgänge für Gas und Pitch zur Verfügung.

In der Not wird nun üblicherweise ein Y-Kabel verwendet, weil ja sowohl der Regler/Steller des Modellhubschraubers angesteuert werden muss, UND auch das Pitchservo, denn der Sender liefert ja dieses Pitchsignal, welches oftmals auch das Gas Signal enthält (daher der Begriff Gas-Kurve / Pitch Kurve). Also, am Empfänger stehen normalerweise zwei Ausgänge für den Regler/Steller und das Pitchservo des Modellhubschraubers zur Verfügung. Aber was ist schon „normal“.

Bei ganz einfachen Sender ist es eben nicht normal, und dann kann sich folgendes Problem einstellen; das ja der Steller und das Pitchservo von ein und demselbern Signal versorgt werden, könnte entweder der Steller nicht richtig funktionieren, weil er vielleicht bei voll Pitch Gas Minimum akzeptiert, ODER die Gas Einstellung funktioniert, jedoch läuft das Pitch Servo nun falsch herum. Nun ist guter Rat teuer, denn einstellen kann man in so einer Situation gar nix.

Lösung; entweder, man besorgt sich ein anderes Servo, und hat „Glück“ das dieses bei den entsprechenden Impulsen andersrum läuft (es gibt ja keine Norm-Laufrichtung bei Servos, in Bezug auf breiter oder schmaler werdenden Impulse), oder man baut sich das Servo um, polt es also so um, das es nun bei den gleichen Impulsen in genau die andere Richtung läuft.

Damit könnte der Modellhubschrauber-Pilot zu grosser Freude kommen. Doch wie geht das ? Wie macht man das ? Polt man einfach den Motor um?

Nein, das (alleine) geht nicht. Würde nur der Motor umgepolt werden, so würde das Servo überhaupt nicht mehr funktionieren, also nicht mehr steuerbar sein. Also fehlt da noch was…. Da ist doch noch ein kleiner Trimmer drin im Servo. Wofür ist der? Nun, dieser Trimmer ist ein veränderlicher Widerstand, welcher an der letzten Abtriebswelle angeschlossen ist, und der Servoelektronik mitteilt, an welcher Position sich der Servoarm gerade befindet und ob diese Position mit der gerade gesendeten Impulsbreite übereinstimmt. Wenn nicht, steuert die Servoelektronik den Motor so, das die Position korrigiert wird.

Also was nun? Also muss dieser Trimmer umgepolt werden? Ja, aber das reicht nicht!

Kurz; der Trimmer hat 3 Anschlüsse, (A)nfang, (E)nde, und (S)chleifer. S = mittlerer Anschluss. Man muss also die beiden äusseren Pole des Trimmers vertauschen, UND zusätzlich die beiden Pole des Motors vertauschen, dann läuft das/der Servo anders herum.

Nur; oft ist das nicht so einfach, an die Motoranschlüsse kommt man noch ganz gut ran, an die Trimmeranschlüsse jedoch oftmals nicht so einfach. Aber da muss man nun durch…

Welche Frequenzen

Welche Frequenzen (und Wellenlängen) gibt es eigentlich?

Zunächst etwas zum Verständnis von Frequenzen. Mit Frequenz ist eine Schwingung(sänderung) pro Sekunde gemeint. Es muss sich dabei keinesfalls in jedem Falle um eine Frequenz handeln, die ein Sender abstrahlt (Sender im Sinne von HF Sender und zughörigem HF Empfänger, HF = Hochfrequenz, wobei die Frequenzhöhe „relativ“ ist, denn was vor einigen Jahren als HF bezeichnet wurde, ist heute nicht mehr wirklich so zu bezeichnen.) Die Entwicklung geht eben weiter.

Also, zum Verständnis; ein normal gesunder erwachsender Mensch hat eine Herz(schlag)frequenz von ca. 1 Hz (1 Herz). Das bedeutet, sein Herz schlägt 1 x pro Sekunde. Beim Radio gibt es (gab es zumindest mal) die sogenannten „Wellenbereiche“. Umso länger eine Welle (eine Wellenlänge) ist, umso kleiner ist die Frequenz. Zurück zum guten alten Radio 🙂 Da gibts ja die „Langewelle“. Das sind also Frequenzen im Bereich von ca. 150 khz bis ca. 280 khz. Die Wellenlänge beträgt hier rund 1500 Meter!!! Bei der guten alten Mittelwelle geht es schon um Trägerfrequenzen von ca. 1000 Khz = 1 Mhz. Hier ist die Wellenlänge also rund 300 Meter lang. Auch noch ganz schön lang, oder ?

Dann gab es doch im Radio noch die sog. „Kurzwelle“. Das sind Frequenzen im Bereich von ca. 30 Mhz, und damit Wellenlängen von ca. immer noch sage und schreibe 10 Meter !!! So lang müsste eigentlich die Senderantenne und die Empfangsantenne sein. Aber es gibt ja technische Kniffe und es gibt ja auch Lambda Achtel Antennen, damit kommen wir hier auf Antennen mit ca. 1,25 Meter Länge. Unsere aktuellen 35 Mhz RC Anlagen arbeiten also in diesem Band.

Und so geht das weiter über das gute alte immer noch empfangbare UKW (Ultrakurzwelle) Band mit rund 100 Mhz Trägerfrequenz (100 Mhz = 100 Millionen Schwingungen pro Sekunde) und einer Wellenlänge von rund 3 Meter, über div. Funkgeräte (um die 250 Mhz), Schnurlostelefone (bei ab ca. 800 Mhz), Handys (1800 Mhz = 1,8 Ghz) über WLAN (auch um ca. 2,4 Ghz) eben bis hin zum bekannten 2,4 Ghz RC System, für das es freilich unterschiedliche Modulationsarten gibt.

Wellenlänge

Was bedeutet Wellenlänge

Generell muss man sich ja gar nicht um die Wellenlänge kümmern. Rein technisch betrachtet ist es aber freilich sehr wichtig, das eine Antenne(nlänge) genau auf die Wellenlänge abgestimmt ist. Wenn dies beim Radio oder Fernseher nicht korrekt abgestimmt ist, nun, dann ist eben der Emfang gestört, was durchaus ärgerlich sein kann. Wenn jedoch bei einem Modellhubschrauber der Empfang gestört ist, kann es im schlimmsten Falle richtig Ärger geben, nämlich dann wenn das „Teil“ beim Absturz Personenschaden verursacht.

Wie berechnet man die Wellenlänge?

Die Wellenlänge berechnet sich aus der Lichtgeschwindigkeit (300.000 km/sek.) geteilt durch die Frequenz in Megaherz. Das Ergebnis ist die Wellenlänge in Meter. Mit Wellenlänge ist also die Länge einer Welle gemeint. Natürlich ist das der gleiche Abstand wie von Welle zu Welle. Umso höher die Frequenz, umso kürze die Welle. Bei einem Radiosender auf UKW 100 Mhz ist die Wellenlänge also 3 Meter.

Deswegen muss eigentlich eine Antenne immer so lang sein, wie die Wellenlänge, die sie empfangen soll. Verwendet werden aber heutzutage fast immer und in fast jedem Band sogenannte Lambda (=Wellenlänge) Viertel, oder gar Lambda Achtel Antennen, die eben 1/4 oder 1/8 der Wellenlänge lang sind. Deswegen sind UKW (Ultrakurzwelle = Radio mit FM) Antennen meist 75 cm lang.

35 Mhz noch aktuell?

Zwar ist generell nichts gegen das immer noch verfügbare 35 Mhz RC System einzuwenden, doch „clever“ und „intelligent“ ist dieses System nicht. Es ist extrem „statisch“. Und es bietet auch keine besonders hohe Bandbreite. Somit können große Mengen an Informationen nur schwerlich und vor allem nur bedingt in Echtzeit übertragen werden.

Der Sender strahlt auf einem 10 khz Kanalraster (damit auch eine geringe Bandbreite, aber andererseits wird auch keine grosse Bandbreite benötigt) ein üblicherweise FM (Frequenzmodulation) Signal ab. Der Empfänger „versucht“ nun dieses Signal zu empfangen. Doch ob es wirklich empfangen wird, davon erfährt der Sender nichts. Er weiss also gar nicht, ob sein Signal empfangen wird. Eigentlich nicht schlimm, aber eben nicht „clever“ und eben auch nicht „intelligent“.

Trägersignal

Trägersignal ist ja schön und gut, aber wie bekommt man da ein Nutzsignal zum übertragen drauf?
Wenn ein Sender ein Signal abstrahlt, dann handelt es sich um ein sog. „Trägersignal“. Das zu verstehen ist nicht schwer, denn dieses Signal „trägt“ eben die eigentliche Information. Diese Information wird „aufmoduliert“. Das ist in der Informationstechnik eine gängige Methode, „Informationen“ zu übertragen.

Früher hat man mit Rauchzeichen Informationen übertragen. Der Rauch war die Information, die Luft das Trägersignal 🙂 – hat auch funktioniert 🙂

Die Modulationsart FM

Das bekannte 35 Mhz RC System arbeitet bis auf wenige Ausnahmen mit einer sog. FM Modulation. FM = Frequenzmodulation; die Frequenz ändert sich aufgrund des Nutzsignales, dazu gleich mehr. 35 Mhz sind 35000 Kiloherz. Eigentlich ist das absolut betrachtet eine ziemlich hohe Frequenz. Letztlich wird es als „Kurzwelle“ bezeichnet, was eben bedeutet, dass die „Wellenlänge“ ziemlich „kurz“ ist. So kurz ist sie bei 35 Mhz aber auch wieder nicht. Richtig kurz sind aber z.B. die Wellen des 2,4Ghz RC Signales, doch dazu gleich mehr, auch zur Wellenlänge.

Der Kanalabstand beim „alten 35 Mhz System beträgt 10 khz. Innerhalb dieser Bandbreite wird also der „Träger“ (Trägersignal) nicht exakt auf einer Frequenz abstrahlen, sondern die Trägerfrequenz wird mal etwas höher sein, und mal etwas niedriger sein. Und zwar um genau dem Teil, der aufmoduliert wird.

Das bedeutet, das in der Amplitude / Im Hub der Modulation die Stärke des Signales enthalten ist, welches übertragen werden soll (beim FM Radio z.B. die Lautstärke des Senders) und in der Frequenz der Trägersignaländerung ist die Frequenz des Signales enthalten, welches übertragen werden soll (beim FM Radio ist das letztlich der Ton, also die Tonhöhe). Wenn Sie also z.B. beim FM Radio auf 100 Mhz einen Sender empfangen, und dieser Sender strahlt gerade einen Testton von 1 khz ab, dann bedeutet das, das der Sender mit seiner Trägerfrequenz mit einer Frequenz von 1 Khz ständig auf und abschwingt.

Im Rhytmus von 1 Kiloherz (= 1000 Herz = 1000 Änderungen pro Sekunde) ändert sich also die Trägerfrequenz. Sie schwankt mit 1 Kiloherz Frequenz zwischen 100 Mhz minus 1 Khz und zwischen 100 Mhz plus 1 Khz. Der Empfänger empfängt diese 100 Mhz dann, und filtert das Nutzsignal (aufmoduliertes Signal) heraus, und so erhalten wir dann wieder unseren 1 khz Ton. Genauso arbeiten die 35 Mhz RC Sender und Empfänger, nur das hier eben üblicherweise serielle Signale, nämlich die Signale aller Geber (Schalter, Schieberegler, Kreuzknüppel) übertragen werden. Und die neuen RC Systeme übertragen natürlich als Nutzinformation keine analogen Signale mehr, sondern freilich digitale. Ich denke, weiter sollte das hier nicht vertieft werden.

Modulation AM

Die (etwas ältere) Modulationsart AM?

AM bedeutet Amplitudenmodulation. Vom Grundprinzipg her wird auch hier ein Nutzsignal einem Trägersignal aufmoduliert, hier lediglich mit einem völlig anderem technischen Ansatz. Während z.B. bei FM die Amplitude des Trägersignales immer gleich bleibt, egal welches Signal gerade übertragen wird (lediglich die Frequenz und der Hub ändert sich bei FM aufgrund des Nutzsignales) ist dies bei AM nicht der Fall.

Hier ist die Frequenz konstant, und die Amplitude ändert sich. Das AM Verfahren wird in aller Regel bei sog. „einfachen“ Sendeanlagen verwendet, wo keine große Bandbreite, und somit keine große Datenmenge übertragen werden muss.

Die Radiowellenbereiche KW (Kurzwelle), MW (Mittelwelle), und LW (Langewelle) arbeiten alle mit dem AM Übertragungssystem. Die größe der verfügbaren Bandbreite hat übrigens generell nichts mit der Modulationsart zu tun, sondern wird (so weit ich mich noch von „früher“ errinnern kann) alleine von der Höhe der Frequenz bestimmt. Umso höher diese ist, umso höher ist die Bandbreite.

Deswegen ist die Bandbreite bei den heutigen 2,4 Ghz Anlagen ja auch so RIESIG 🙂

Zusammenfassung

Sie errinnern sich? Die Trägerfrequenz ist nur das Mittel zum Zweck. Ihr wird die eigentliche Information, mit Hilfe der Modulation aufmoduliert, diese Information wird im Empfänger wieder mit Hilfe der Demodulation isoliert, und als einzelne Information zur Verfügung gestellt wird. Und mit welcher Art und Weise eben diese Modulation erfolgt, besagt die Modulationsart. Da gibt es div. wobei es vom Grundsatz her nur zwei verschiedene gibt, nämlich AM (Amplitudenmodulation) und FM (Frequenzmodulation).

Doch diese beiden wieder können in div. unterschiedliche Verfahren verwendet werden, wobei heutzutage in der modernen Informationstechnik überwiegend sog. digitale Modulationsarten verwendet werden. Und da gibt es beim 2,4 Ghz System auch verschiedene…..ist also alles ganz schön kompliziert 🙂

Flugtipps für Beginner: Kurz und bündig

Hier finden Sie mal eine Zusammenfassung zum Thema „die allerersten Flugübungen“, für Beginner. Wenn Sie also auch noch gar nicht Modellhubschrauber fliegen können, so können Sie mit dieser „Superkurzzusammenfassung“, dennoch „Herr“ der Lage (im wahrsten Sinne des Wortes) werden. Natürlich nur, wenn Sie konsequent und geduldig sind, und natürlich auch nur, wenn der Heli grundsätzlich für Beginner fluggeeignet ist, also nicht so extrem auf Steuerkomandos reagiert.

Wenn Sie schon etwas weiter fortgeschritten sind, können Sie auch mit diesen Hinweisen und Übungen weiter machen.

Prägen Sie sich die Steuerkommandos ein

Vorraussetzung ist natürlich, das Sie sich über die grundsätzliche Art und Weise, welcher Steuerknüppel welche Steuerbewegung am Modellhubschrauber verursacht, bewusst sind. Sie müssen sich also quasi zunächst immer wieder vor dem Start einprägen; ….“wenn der Heli gleich nach vorne wegdriftet, ziehe ich diesen Steuerknüppel etwas zurück…..wenn der Heli gleich nach rechts wegdriftet, drücke ich diesen Steuerknüppel leicht nach links……wenn sich das Heck von hinten betrachtet nach rechts wegdreht, also die Nase des Helis nach links wegdreht, dann drücke ich diesen Steuerknüppel etwas nach rechts…….wenn der Heli höher als ca. 50 cm steigt, nehme ich den Pitchknüppel etwas zurück……“ Das das alles einfacher gesagt als getan ist, dass weiss ich, aber versuchen Sie es einfach mal. Aber bitte vorsichtig.

Zusammenfassung, kurz und bündig;

  • kein Wind, es muss absolut windstill sein
  • sorgen Sie dafür, rund um den Heli min. 10 Meter Platz zu haben
  • lassen Sie nun langsam den Rotor hochlaufen
  • langsam weiter, bis der Heli langsam hochsteigt
  • Achtung, lassen Sie den Heli anfangs nicht höher als ca. 50 cm
  • => vergessen Sie den „Bodeneffekt“, der tut Ihnen überhaupt nichts !
  • wenn der Heli in irgend eine Richtig wegdriftet, sofort wieder landen
  • dann erneut langsam starten….
  • …immer wieder diese „Hüpfer“ machen…
  • nach ca. 2 bis 3, sagen wir spätestens nach 5 Akkus haben Sie es meist raus.

Ein nicht alltägliches Erlebnis!

Im Jahre (2008) hatte ich hier einen Flugschüler, der mich ersthaft überrascht hat. Er rief mich an, und bat um einen kurzfristigen Schulungstermin, den er auch erhalten hatte. Das Wetter war wirklich wunderbar. Ca. 25 Grad, und kein Wind – besser geht es nicht. Wie üblich; ich frage, ob schon Erfahrung vorhanden ist, um im Vorfeld entscheiden zu können, wieviele Funktionen ich dem Schüler zunächst geben kann. Der Schüler sagte mir, er habe zwar überhaupt noch nicht geflogen, sich aber intensiv theoretisch mit der Materie befasst. Ich dachte mir; ja, das machen alle…….so viel zum Thema „Vorurteil“ 🙂

Kurz; ich gebe dem Schüler also erstmal nur eine Funktion, und stelle fest, dass er mit dieser Funktion innerhalb von nur ca. 2 bis 3 Minuten praktisch perfekt klarkommt. Sowas dauert normalerweise min. doppelt bis 3 x so lange – wenn nicht sogar noch viel länger. Also gebe ich ihm nun eine andere Funktion (zunächst Roll, jetzt Nick). Aber auch mit „Nick“ kam der Schüler nach ca. der gleichen Zeit sofort klar. Hm….dachte ich mir, nicht schlecht. Und ich dachte mir; der hat schon irgendwo geübt….

…also nächster Schritt, nun gebe ich dem Schüler mal Nick und Roll zusammen. Das ist durchaus schon eine nicht unerhebliche Herrausforderung. Was soll ich sagen? Auch mit BEIDEN Funktionen kam der Schüler nach weniger als 5 Min. fast perfekt klar. Er konnte den Heli recht genau auf eine Stelle schweben. Ich habe zwar noch das Heck und den Pitch gesteuert, aber „Nick und Roll“, wenn man das kann, das ist „Gold“ wert. Ich frage nochmal den Schüler, ob er schon irgendwie geübt hat, z.B. mit einem Simulator (Simulator ist o.k. ersetzt aber KEINEN Flugunterricht mit einem echten Modellhubschrauber). Der Schüler; nein, ich habe mir nur theoretisch intensiv eingeprägt, welcher Steuerknüppel welche Funktion hat! Und das habe ich mir immer wieder über mehrere Tage vor Augen gehalten, quasi im Geiste gesteuert!

Was lernen wir daraus; wenn man sich intensiv darauf vorbereitet, also Theorie „büffelt“, dann kann es offenbar mit der Praxis auch viel besser klappen. Also, üben, üben, üben……und natürlich üben 🙂

Heck zucken

Unerwartetes, unregelmässiges zucken nach rechts und links des Heckauslegers eines Modellhubschraubers.

Manch einer hat große Probleme mit diesen „Störungen“ eines Modellhubschraubers, andere gar nicht.

Wenn einzelne Servos, z.B. das Heckservo unerwartet „zuckt“, so das der Helikopter z.B. das Heck „rumreißt“, das einem Angst und Bange wird, dann prüfen Sie bitte sorgsam die folgenden Dinge:

1.) Ist der Motor wirklich zuverlässig entstört (bei Bürstenmotoren) ? Dies hat Einfluß auf Punkt 2.)
2.) Ist die Reichweite der Fernsteueranlage o.k. ? Siehe im Menü „Reichweitentest“
3.) Ist evlt. ein Servo defekt ? Getriebeschaden ? Potentiometer im Servo defekt ?
4.) Falls der Reichweitentest schlecht ausfällt, könnte auch ein Quarz defekt sein.

Vorsicht, unerwartete Heckzucker können auch zum vollständigen RC Ausfall führen – damit ist der Heli / Modellhubschrauber eine unkontrollierbare Waffe. Deswegen ist die Wartung auch so wichtig.

Servos im Logo

Der Logo 10 gehört schon zu den etwas grösseren Helis. Entsprechend wirken durchaus auch „heftige“ Kräfte auf die Servos. In diesem Modell sollten nur kräftige Servos mit Metalgetriebe, oder mit Carbongetriebe verwendet werden, es sei denn, Sie wollen keinen Kunstflug mit diesem Modell machen, und betreiben das Modell z.B. im Rundflug mit ca. 1300 bis 1500 RPM – dann tuns auch einfache Servos mit Kunststoffgetriebe.

Wer aber was von Dauer haben will, und nicht alle paar Flugstunden die Servos tauschen möchte, kommt an kräftigen Servos mit Metallgetriebe nicht rum. Leider gibt es in diesem Bereich nicht wirklich viel, was auch erschwinglich ist (Stand 2007). Digital sollte es schliesslich auch sein, denn nur diese Servos sind präzise – und sowas gehört einfach in den Logo.
Geeignet sind z.B. Multiplex Polo Digi 4, oder robbe Futaba S3150. Beide haben eine 2 Schrauben Befestigung, die im Normalfall auch wirklich ausreichend ist. Auch das seit einiger Zeit verfügbare FS 550 B ist zu empfehlen.

TOP ist jedoch auch das Hitec Servo HS 5245 MG Digital. Dieses Servo ist hochgradig präzise, extrem stark, extrem rubust, natürlich digital, und kann sogar auf Wunsch vielfältig programmiert werden (Endpunkte, Geschwindigkeit……). Dieses Servo hat sogar eine professionelle 4 Schrauben Befestigung, ist aber leider geringfügung grösser als eigentlich in die Seitenteile des Logo reinpassend.

Es handelt sich um ein Servo der sog. 15mm Klasse.

Hier muss man auf jeder Seite gut 1mm Material abtragen, was für den Logo Besitzer durchaus schmerzlich ist. Diese Arbeit gelingt aber dennoch rel. einfach mit einem scharfen (Schäl)Messer, welches man – auch wenn das vielleicht nicht die feine Art ist – gegen die Hauptrotorwelle abstützen kann, und so einen erstklassigen Hebelarm erzeugt. Dabei wird die Hauptrotorwelle zwar geringfügig optisch beschädigt, dies tut dem Flug(Stil) aber absolut keinen Abbruch.

Motor im Logo

Beim Einbau div. Aussenläufermotoren, z.B. dem Kontronik Kora 15-10W, oder auch anderen (Orbit 20-10), kann es erforderlich sein, das Hauptzahnrad an einer Stelle wo eine Bohrung ist, weiter nach aussen mit einer Rundfeile aufzufeilen, um später genau durch dieses Loch den (Inbus)Schlüssel für die M3-Motorschraube durchführen zu können.

Dies ist meist nötig, da der Aussenläufer geringe Drehzahlen aufweisst, und somit eher mit grossen Ritzeln (17er, 19er, 21er….) bestückt sein muss. Dabei muss der Motor aber recht weit nach vorne geschoben werden, was diese Maßnahme des auffeilens erforderlich macht. Siehe schwarzer Pfeil.

Im Extremfall ist es sogar nötig (nur bei ungeeigneten Ritzeln) die Motorwellenöffnung in der Motorträgerplatten nach vorne hin weiter aufzufeilen.