Heckunruhe

Wenn das Heck des Helis einfach nicht ruhig stehen will. Bei jedem Heli ist es sehr wichtig, alles exakt nach Bauanleitung zu montieren. Beim ECO 8 und beim Heaven ist beim Zusammenbau des Heckrotors auf folgendes zu achten, wenn das Heck einfach nicht ruhig stehen will.

Die folgenden Hinweise beziehen sich also im wesentlichen auf diese beiden Modelle.

1.) Wenn der Steuerknüppel für den Heckrotor am Sender nach LINKS bewegt wird, muß sich der Schlitten am Heckrotor nach RECHTS bewegen. Dies ist nicht nur beim ECO 8 und Heaven so, sondern bei FAST ALLEN Modellhubschraubern! Es gibt nur weniger Ausnahmen.

1.b) Falls man nicht sicher ist, ob der Kreisel von der Wirkrichtung her richtig eingestellt ist, so macht man folgenden Test: Sender einschalten, Gas auf „aus“. Empfänger einschalten. Warten bis Kreisel initialisiert (kann bis zu ca. 5 Sek. dauern). Heli von Hand z.B. mit der Nase nach rechts schwenken (also Heck von hinten betrachtet nach links schwenken). Die Steuerbuchse auf der Heckrotorwelle muss nun auch nach rechts wandern.

2.) Wenn man links neben dem Heli steht, und zwar so, das das Heck nach Rechts zeigt, muß sich der Rotor RECHTS herum drehen. Dementsprechend MÜSSEN die Heckblätter auch richtig herum montiert sein. Beim ECO 8 kann man z.B: auf der rechten Seite des Helis auf den Heckblättern die Aufschrift „IKARUS“ lesen. Auch dies ist bei fast jedem Heli so.

3.) Die Steuerbrücke am Heckrotor steuert mit den beiden kleinen Kugelköpfen die Heckrotorblatthalter an. Diese Ansteuerung MUSS in Drehrichtung sein, d. h. sie muß quasi VOR (in Drehrichtung) dem jeweiligen Blatthalter angeschlossen sein.

Die folgende Punkte sind allso für ALLE Helis gültig;

1.) Bei ca. – 4 Grad der Hauptrotorblätter soll der Anstellwinkel der Heckblätter 0 Grad (Null) sein.

2.) Bei ca. + 4 Grad der Hauptrotorblätter soll der Anstellwinkel der Heckblätter ca. 30 % des maximal möglichen Wertes (in Richtung mehr Anstellwinkel der Hauptrotorblätter) sein.

3.) Bei ca. + 10 Grad der Hauptrotorblätter soll der Anstellwinkel der Heckblätter ca. 70 % des maximal möglichen Wertes (in Richtung mehr Anstellwinkel der Hauptrotorblätter) sein.

Hier noch ein paar zusätzliche wichtige grundsätzliche Punkte;

1.) Beimischung nur bei klassischen Kreiseln, NICHT bei Heading Lock Kreiseln.

2.) Erstmal ohne Beimischung alles so einstellen, das der Heli in der Schwebe „hinten“ ruhig ist.

3.) z.B. für ECO 8 gilt dann; beim steigen wird der Heli aufgrund des größer werdenden Drehmomentes des Hauptrotors (rechtsdrehendes System) ohne Beimischung das Heck so drehen, als würde man mit dem Heli eine Linkskurve fliegen. Da der Heli also beim steigen (ohne Heckbeimischung) alleine eine Linkskurve fliegen will, muß die Beimischung eine Rechtskurve gegensteuern, und zwar genau so stark, das das Heck gerade stehenbleibt. Eine Rechtskurve (gegen)steuern, bedeutet aber das der Schlitten (z.B. beim ECO 8) auf der Heckwelle in genau die Richtung wandern muß, die eine Rechtskurve bedeutet, also nach Links, denn wenn der Schlitten auf der Heckwelle nach links wandert, bedeutet diese eine Rechtskurve. Dies gilt immer, unabhängig davon, ob die Rechtskurve gewollt ist, oder ob es sich um eine Gegensteuerung der Heckbeimischung handelt. Diese Richtung muss lediglich im Sender eingestellt werden, und natürlich die Stärke der Korrektur. Das muß man also fliegerisch ermitteln, also den Heli schweben, und dann mal plötzlich Pitch geben. Nun beobachten, in welche Richtung das Heck wegdreht…….usw.

Völlig logisch ist natürlich, das Drehzahlschwankungen des Hauptrotors (z.B. aufgrund falscher Gaskurve) ebenfalls das Heck „beunruhigen“, und somit von vorneherein „ausgeschaltet“ also korrigiert sein sollten. Soetws geht z.B. sehr gut im Helimodus der bürstenlosen Regler.

Die obigen Punkte sind allesamt sehr wichtig. Wenn ein Punkt nicht richtig ist, funktioniert die gesammte Steuerung des Heckrotor nicht mehr. Ansonsten ergibt sich eine falsche Wirkrichtung der Heckblätter.

Bei der FC 16 beträgt bei „normalen“ also „Nicht-Heading-Lock-Kreiseln“ die Beimischung beim sinken ca. – 10, und beim steigen ca. – 30. Man bringt also zum groben Einstellen den Pitchknüppel einfach auf den kleinsten möglichen Pitchwert, und stellt dann – 10 ein. Dies wird in der Funktion REVO gemacht. Danach bringt man den Pitchknüppel auf Vollpitch, und stellt nun ca. – 30 ein. Dies gilt aber NUR bei rechtsdrehende Systeme (z.B. ECO und Heaven, wobei der Heaven auch linksdrehend aufgebaut werden kann).

ACHTUNG; bei anderen Anlagen kann es sich auch um pos. Werte handeln, die dann letztendlich die gleiche Wirkung haben. Letztendlich sollen folgende Punkte möglichst genau erreicht werden, denn umso genauer diese folgenden Punkte eingestellt werden, umso ruhiger steht das Heck bei ALLEN Pitchwerten später.

Wenn das Heck nun immer noch nicht ruhig zu bekommen ist, kommen nur noch die drei folgenden Punkte in Frage;

4.) Kreisel falsch montiert (steht z.B. auf dem Kopf)

5.) Der Kreisel ist vermutlich auf falsche Wirkrichtung (Jumper) eingestellt.

6.) Der Kreisel ist auf ganz geringe, oder wesentlich zu starke Empfindlichkeit eingestellt.

7.) Der Kreisel ist defekt, evlt. ist das Heckservo auch defekt, in seltenen Fällen liegt der Fehler im Empfänger.

Reichweitentest

So machen Sie einen Reichweitentest für Ihren Modellhubschrauber. So machen Sie einen Reichweitentest der Fernsteueranlage.

Modellhubschrauber sind phantastische Fluggeräte, und stellen ein wunderschönes Hobby für jung und alt dar. Doch die Freude an Ihrem Modellhubschrauber kann schnell getrübt werden, wenn die Reichweite der Fernsteueranlage nicht ausreichend ist.

Es sollten bei eingeschobender Antenne min. 50 Meter Reichweite erreicht werden. Dazu sollten Sie die Hauptrotorblätter von Ihrem Modellhubschrauber Rotorkopf abschrauben, das System hochlaufen lassen, und dann aus der Ferne (ca. 50 Meter bei eingeschobener Senderantenne) Steuerbefehle geben. Bei genauem hinsehen können Sie sehen, ob diese sauber ausgeführt werden, z.B. Drehzahl ändern. Das abbauen der Rotorblätter hat den Vorteil, das auch bei sehr großen Störungen bei diesem Test üblicherweise kein Schaden entstehen kann.

Optimal wäre noch eine 2. Person, welche die Servobewegungen ganz exakt beobachtet. Am Sender werden nun also bei laufendem Motor (der dann evlt. auch Störungen verursacht, die hier aber erwünscht sind) ganz langsame Servobewegungen (Roll, Nick, Pitch, Heck) gemacht. Laufen die Servos nun auch ganz langsam und präzise weiter, oder „springen“ sie ? Wenn sie „springen“ (zittern) nun bitte mal den Motor abstellen, und den Test wiederholen. Keine Störungen mehr ? Dann ist evlt. der Motor nicht richtig entstört.

Auch Brushlessmotoren können stören, bzw. der Brushlessantrieb (Motor, Kabel, Regler) kann stören, z.B. auch schon dadurch, das die Kabel aufgrund des grossen Stromflusses, und auch der Taktung ein Magnet(Stör)Feld erzeugen. Daher diese Kabel, bzw. allgemein die Leistungselektronik möglichst weit weg von Steuerelektronik (Motor, Regler, dicke Kabel, und Akku weit weg von Kreisel, Empfänger, Antenne….).

Stecksystem 4mm montieren

Ich wurde gelegentlich gefragt, wie man das 4 mm Goldkontakt Stecksystem, welches meiner Meinung nach sehr, sehr stark verbreitet ist, fachmännisch montiert. Die folgende Bilderserie dürfte daher selbsterklärend sein.

Schritt 1

Die Kabel von der richtigen Seite durch das rote Kunststoffgehäuse führen, und dann anlöten. Achten Sie bitte auf die richtige Polung. Achtung; das rote Kabel ist nicht zwangsläufig immer an den Stecker, oder an die Kupplung zu löten. Dies hängt davon ab, ob es sich um ein Ladekabel, um einen Regleranschluss, oder um einen Akkuanschluss handelt.

Schritt 2

Den Stecker und die Kupplung nun zunächst von Hand in das Gehäuse zurück schieben. ACHTEN Sie bitte auf diesen Hinweis; der Stecker ist vom Durchmesser her kleiner als die Buchse (Kupplung), und dieser Stecker kommt IMMER in die größere Öffnung des Gehäuses. Also, das „Kleinere“ IMMER in das „Größere“.

Schritt 3

Mit einer Zange, z.B. einer Wasserpumpenzange nun zügig nach dem Löten (also am besten einzeln löten, dann einpressen), den Stecker bzw. die Kupplung einpressen. Vorsichtig, rutschen Sie bitte mit der Zange nicht ab, da dann das Gehäuse beschädigt wird. Wie gesagt diese Arbeit zügig nach dem Löten machen, weil der Stecker (Kupplung) dann noch heiss ist, und sich besser in das Gehäuse pressen lässt.

Schritt 4 – fertig 🙂

Fertig. Hier sehen Sie auch, dass der (kleinere) Stecker in die (größere) Öffnung des Gehäuses eingepresst werden muss. Das ist wie gesagt immer so, egal wofür Sie dieses System verwenden. So erreichen Sie, dass es immer zusammen passt, also zusammen gesteckt werden kann. Freilich müssen Sie wie oben bei Schritt 1 erläutert auf die Polung achten.

Steuerstange CFK beim Logo 400

Beim Logo 400 verwendet Mikado keinen 2mm Stahldraht mehr, um den Heckpitch per Servo einstellen zu können. Hier wird – und das ist auch eine gute Lösung – ein ca. 4mm dickes CFK Rohr verwendet. An den Enden werden zwei Stücke 2mm Gewindestangen eingeklebt (zuvor bitte die Kugelköpfe, bzw. Kugelpfannen einschrauben).

Aber Achtung; ein Ende dieses CFK Rohres können Sie ruhig schon im Vorfeld komplett anfertigen, also Gewindestange einkleben, und vorher (da hinterher u. U. problematisch) den Kugelkopf / Kugelpfannge aufschrauben. Das andere Ende sollten Sie aber noch NICHT fertig stellen, hier also noch nicht die Gewindestange einkleben. Übrigens, zum einkleben können Sie ganz unproblematisch ruhig „ganz normalen“ Sekundenkleber verwenden.

TIPP; prüfen Sie erst, ob die Länge des CFK Rohres, also der Hecksteuerstange die korrekte Länge hat. Je nach verwendedem Servo passt es nämlich in keinem Fall. Der Stab ist je nach dem, wie herum Sie das Heckservo einbauen, entweder zu kurz :-/ oder zu lang :-/ Da guckt man dann ziemlich dumm (aus der Wäsche). Der Grund liegt darin, das der Drehpunkt der Servos je nach Servo unterschiedlich weit von der Servomitte entfernt ist.

Also, erst mal grob die Länge prüfen, und ggf. das Rohr etwas kürzen. Wenn man kein besonderes Werkzeug (Säge) zur Hand hat, kann man dafür auch eine kleine Puksäge (Mini Eisensäge) verwenden, um das CFK Rohr zu kürzen. Wenn das Rohr hinterher wenige Millimeter zu kurz ist, ist das auch kein Riesenproblem. Man schraubt nun die Kugelköpfe / Kugelpfannen wieder weiter raus. Hoffe, der Tipp war hilfreich.

Logo Kufenbügel

Die Mikado Logo Serie ist bekannt für sehr gute Qualität. Doch es gibt nichts, was man nicht noch verbesseren könnte.

Sowohl die Kufenbügel, als auch das Chassis – beide Teile sind miteinander verbunden – sind sehr stabil.

Bei einem Crash gehen selten die Kufenbügel kaputt, auch das Chassis geht üblicherweise nicht kaputt.

Aber die Verbindungstelle, die führt letztlich doch dazu, dass mühsam und zeitaufwändig ein neues Chassis verbaut werden muss, obwohl nur der Verbindungspunkt abgebrochen ist.

Im folgenden ein Tipp von Stefan K.

die 4 Linien zeigen die Verbindungspunkte. Hier wird original eine M3 Schraube durchgesteckt, und hält die Kufen am Chassis.

Tipp; wenn Sie die M3 Stahlschrauben gegen M3 Kunststoffschrauben austauschen – die Schrauben müssen ja nicht viel halten, dann wird Ihnen im Chrashfalle niemals das Chassis an der Verbindungsstelle kaputt gehen. Bei sehr schweren Logos kann es jedoch erforderlich sein, auf diese Technik zu verzichten, und doch die original Verschraubung zu nehmen, einfach weil die Kunststoffschrauben der Belastung zeitweilig doch nicht gewachsen sind. Entscheiden Sie selber.

Helifliegen üben

So fängt man mit dem Fliegen üben an – und weitere Tips zu den Einstellungen.

Denken Sie auch über einen guten Simulator nach.

Einen Modellhubschrauber (vernünftig) zu fliegen gehört ohne Zweifel zur Krönung des Modellflugsports. Am einfachsten ist das sog. „Heckschweben“, damit fängt alles an. Wenn man das einigermaßen im Griff hat, beginnt man mit dem Seitenschweben, und danach mit dem Nasenschweben. Letzteres kann schon als rel. schwierig eingestuft werden. Wenn das Schweben in jeder Position klappt, sollte man Pioretten üben. Hierbei bleibt der Heli möglichst genau an einem Punkt in der Schwebe, wobei sich ständig das Heck um die Hochachse des Helis dreht. Dabei sollte – wie schon gesagt – der Heli seine absolute Position möglichst wenig ändern. Diese Übung sollte man in beiden Drehrichtungen beherschen. Erst danach sollte man mit Rundflügen und weiteren Übungen beginnen.

Looping und Rückenschweben / Rückenfliegen – sieht einfach aus, ist aber nicht sooooo einfach. Kann man aber lernen. Gerne zeige ich Ihnen sowas mal hier bei uns.

Übrigens; wie fest werden die Hauptrotorblätter (gilt auch für die Heckblätter) angezogen ? Die Rotorblätter werden wie folgt befestigt; nur so weit festdrehen, das wenn ein Blatt in Richtung Heck, und eines nach vorne zeigt, und der Heli dann von Hand ganz auf die Seit gelegt wird (also 90 Grad kippen) dann sollen die Blätter auch mit wegknicken. Die Heckblätter dürfen auch etwas fester eingespannt sein. Ganz fest dürfen die Blätter nicht angezogen sein. Hintergrund (gilt für Heck und Hauptblätter); während der Drehungen „schwenken“ die Blätter geringfügig hin und her. Dies muss so sein und wird „Schwenkgelenk“ genannt. Sind die Blätter zu fest (speziell bei den Hauptblättern gilt das) können sich starke Vibrationen einstellen.

Siehe auch „so funktioniert ein Modellhubschrauber„.

Kora 15 Motor

Michael Woehrnle aus Wunstorf hat sich intensiv mit der Abstimmung des Kontronik Kora 15-10 W Aussenläufermotors befasst.

Dabei wurden sowohl verschiedene Zellenzahlen, als auch unterschiedliche Ritzel und Rotordrehzahlen, auch unter Berücksichtigung der maximal zulässigen Motordrehzahl, berechnet.

Heck pendelt

Bei einer spielfreien Anlenkung vom Heckservo über die Hecksteuerstange, den Heckumlenkhebel, und den weiteren Steuerelementen, wie z.B. leichtgängige Steuerbuchse, und gelenkige Steuerbrücke, kann normalerweise bei korrekt eingestelltem Kreisel und geeignetem Heckservo kein pendeln des Hecks auftreten. Normalerweise!

Wenn das Heck „Uhr“ spielt, und immer hin und her pendelt.

Wenn die Hecksteuerung grundsätzlich korrekt aufgebaut ist, d.h. der Heli korrekt steuerbar ist, das Heck aber ständig am pendeln ist, so gibt es dafür mehrere Gründe. Oft tritt ein solches pendeln nur bei hochwertigen Kreiseln (und sinnvollerweise passenden, hochwertigen Servos) auf. Man mag sich darüber wundern, ist doch der Kreisel so hochwertig, und trotzdem pendelt das Heck !! Dabei ist genau das pendeln oft eine Ursache des hochwertigen Kreisels, der allerkleinste Bewegungen wahrnimmt und korrigiert.

Nur selten kann man durch zurückdrehen der Kreiselempfindlichkeit das pendeln beseitigen. Meist verändert sich dadurch nur die Pendelfrequenz.

Die Lösung; verwenden Sie nur hochwertige, möglichst schnelle Servos. Stellen Sie den Kreisel korrekt auf das Servo ein (abgleichen). Das die Anlenkung TOP ist (spielfrei) gilt als vorausgesetzt. Hilft auch das alles nichts, muss man leider einen leidigen Weg gehen; den Gabelkopf am Servo kürzer einhängen, und/oder den Gabelkopf am Anlenkhebel länger einhängen.

Dadurch ergibt sich eine zusätzliche Untersetzung, die dem Servo zwar etwas „Speed“ nimmt, aber der Präzision behilflich ist.

Pendeln im Heck hat daher immer nur wenige Gründe:

– Anlenkung hat zu viel Spiel
– Anlenkung ist zu schwergängig
– Servo ist zu langsam, oder zu ungenau
– Gyroempfindlichkeit ist zu hoch eingestellt
– ganz selten ist die Drehzahl ungeeignet gewählt

Hilfreiche Berechnungen

So berechnet man das Motorritzel eines E-Helis

Angegebene Motordrehzahl pro Volt multipliziert mit der Anzahl der verwendeten Zellen, multipliziert mit der Nennspannung pro Zelle (bei Lipo = 3,7 Volt, bei Ni-CD und Ni-Mh = 1,2 Volt) geteilt durch gewünschte Rotorkopfdrehzahl, die sicher also auch unter Last erreicht werden soll. Nun ist das Ergebnis zunächst nur die Übersetzung (Ü). Jetzt wird die Anzahl der Zähne des Hauptzahnrades des E-Helis (z.B. beim Logo 400, und Logo 10 sind das 2000 Zähne) durch die Übersetzung geteilt.

Beispiel; 1200 RPM (Motordrehzahl pro Volt) x 12 Zellen x 1,2 Volt / 1500 = 11,52 (Ü).

Nun 200 Zähne Hauptzahnrad / 17,36.

Ergebnis; es sollte ein Ritzel mit 17 Zähne verwendet werden.

 

Energiedichte berechnen

Bei der Energie(dichte) pro Gewicht, ergeben bei der folgenden Berechnung höhere Werte längere Flugzeiten.

Formel; Zellennennspannung multipliziert mit Zellennennstrom multipliziert mit Anzahl der verwendeten Zellen geteilt durch das gesammte Abfluggewicht des Modelles, also incl. Akku. Wird nun irgendein Wert verbessert, z.B. Akku mehr Kapazität, oder mehr Spannung, oder geringeres Gewicht, kann sofort rechnerisch ermittelt werden, um wieviel % sich dadurch die Flugzeit verlängert.

Beispiel; 1,2 V x 2,4 Ah x 10 Zellen / 1,7 kg = 16,94 Wh/Kg

 

Motorlaufzeitberechnung

Gegeben ist die Zellenkapazität und die Stromaufnahme des Motors.
Beispiel; 2,4 Ah x 60 Min. / 13 A Motorstrom = rund 11 Minuten

Motorstromaufnahme berechnen. Gegeben ist die Zellenkapazität und die Motorlaufzeit.
Beispiel; 2,4 Ah x 60 Min. / 11 Minuten = rund 13 A Motorstrom.

Grobe Akkukapazitätsbestimmung. Gegeben ist der Motorstrom und die Motorlaufzeit.
Beispiel; 11 Minuten Motorlaufzeit x 13 A Motorstrom / 60 Min. = rund 2,4 Ah

Fast alles lässt sich berechnen, aber vieles kann man auch messen.

Traniningskabel

Training mit Kabel – das sollten Sie beachten.

Normalerweise wird ein Elektrohubschrauber von einem unter dem Modell befindlichen Akku mit Strom versorgt. Dieser Akku dient aber gleichzeitig auch dazu, den Schwerpunkt des Modelles korrekt zu halten, daher sollte der Akku auch dann im Modell an korrekter Stelle belassen werden, wenn Sie beabsichtigen an einem Trainingskabel zu trainieren.

Was ist ein Trainingskabel? Es wird ansich recht selten eingesetzt, da es heute aufgrund der guten Akkutechnik kaum noch nötig ist. Lange Flugzeiten sind kein Problem mehr. Es handelt sich um ein in aller Regel max. 5 Meter langes Kabel, welches üblicherweise an einer (grossen) 12V Batterie (Autobatterie) angeschlossen wird. Auf richtige Polung achten ! Die andere Seite wird dann parallel (Plus an Plus, Minus an Minus) am Flugakku UND am Regler angeschlossen. Der Flugakku versorgt also weiterhin – wie bisher – das Modell mit Strom, er wird lediglich über das Trainingskabel von der 12V Autobatt. unterstützt. Genaugenommen kommt die Energie aus dem Autoakku, der Flugakku dient nur als Puffer. Was zu beachten ist.

Kabel nicht länger als ca. 5 Meter, und möglichst nicht dünner als ca. 2,5mm2 – umso länger, umso dicker muss es sein. Ein langes dickes Kabel ist schwer, und behindert den Heli aufgrund des Zuges. Beim Anschluss an 12V Autobatt. muss im Heli ein 10 Zellen Akkupack sein, oder ein 3S Lipo Pack sein. Begründung/Gefahren; der Regler benötigt keinen gleichmässigen Strom, sondern einen pulsierenden. Wenn ein (Trainings)-Kabel mit einem pulsierenden Strom beaufschlagt wird, wirkt es wie eine Induktivität, es kommt zu einer Phasenverschiebung von Spannung und Strom, was zu einer Zerstörung des Reglers führen kann.

Diese Induktivität kann auch zu hohen Spannungs und Stromspitzen führen, die ebenso gefährlich sind. Der noch im Modell befindliche Flugakku, der parallel (plus an plus, minus an minus) geschaltet ist, verhindert das dieser phasenverschobene Strom/Spannung zum Regler gelangen kann.